Wahlkompass Berlin

Vom Wahl-O-Mat zu den Parteiprogrammen

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt Ihnen zu 38 Thesen, wie die Parteien sich positionieren. Der Wahlkompass zeigt, was zu der jeweiligen These in den Programmen steht.
Zu jeder These finden Sie hier die passenden Sachfragen — mit den wörtlichen Programm-Zitaten aller fünf Parteien, den Unterschieden im Grad der Verbindlichkeit und dem, was ein Programm nicht sagt.

Zusätzlich prüft der Kompass je These und Partei: Deckt das Wahlprogramm die Antwort, die die Partei dem Wahl-O-Mat gegeben hat?
Gemessen wird dabei die Antwort samt der Begründung, die die Partei dazu eingereicht hat — Sie können sie in jeder Prüfzeile aufklappen und die Prüfung so selbst nachvollziehen.
»Im Programm belegt« heißt: Position und Kern der eingereichten Begründung stehen — wörtlich belegbar — im Programm.
»Teilweise belegt«: die Richtung steht im Programm, einzelne behauptete Instrumente oder Zahlen nicht — oft, weil sich die Partei in ihrer Begründung konkreter festlegt, als das Programm es tut.
»Im Programm nicht enthalten« ist eine Auskunft, kein Vorwurf: Parteien dürfen sich im Wahl-O-Mat auch jenseits ihres Programms festlegen — der Kompass macht nur sichtbar, wo das geschieht.
Ein Fall, in dem ein Programm der eigenen Wahl-O-Mat-Antwort erkennbar widerspricht, wurde nicht gefunden.

Die Thesen, die Partei-Positionen (»Stimme zu« / »Neutral« / »Stimme nicht zu«) und die Begründungen der Parteien sind wörtlich dem Wahl-O-Mat zur Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026 der Bundeszentrale für politische Bildung entnommen. Die Zuordnung zu den Sachfragen und die Programm-Prüfung sind redaktionelle Arbeit des Wahlkompass — nicht der bpb. Jede Prüfung durchlief eine zweite, unabhängige Kontrolle.

These 1 Enteignung großer Wohnungsunternehmen

»Das Land Berlin soll große private Wohnungsunternehmen gegen eine Entschädigung enteignen.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Enteignungen lösen keine Probleme auf dem Wohnungsmarkt, sondern verschärfen diese. Durch sie entsteht keine einzige neue Wohnung, während gleichzeitig die private Investitionsbereitschaft für den Neubau wegzubrechen droht. Zudem würde Berlin mit zweistelligen Milliardenbeträgen belastet, die dann für Schulen, Infrastruktur und Sanierungen fehlen. Um steigende Mieten wirksam zu bekämpfen, setzen wir stattdessen auf mehr und schnelleren Wohnungsbau sowie einen starken Mieterschutz.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Es gibt nicht die eine Maßnahme, die das Mietenproblem in Berlin löst. So steuern wir gegen: Neubau von 100.000 Wohnungen mit landeseigenen, privaten und genossenschaftlichen Partnern, mit dem Mietenkataster sorgen wir für Transparenz, verfolgen Mietwucher, Leerstand und Zweckentfremdung mit der neuen Mietenaufsicht und setzen uns für einen rechtssicheren Mietendeckel gegen die rasante Preisspirale ein. Damit helfen wir allen Mieterinnen und Mietern in Berlin.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und fordert die Umsetzung des Volksentscheids »Deutsche Wohnen & Co enteignen«. Im Programm belegt ist Vergesellschaftung nur als letzte Konsequenz eines schärferen Leerstandsgesetzes.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir fordern die Umsetzung des erfolgreichen Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co enteignen“, der die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen vorsieht. Dies allein kann aber keinen ausreichenden bezahlbaren Wohnraum schaffen und betrifft die Mehrheit der Vermieter nicht. Mit unserem Bezahlbare-Mieten-Gesetz werden wir gewerbliche Vermieter ab 50 Wohnungen dazu verpflichten, einen Anteil ihrer Wohnungen zu bezahlbaren Preisen anzubieten und für die Instandhaltung Geld zurückzulegen.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Ja. Denn große Immobilienkonzerne treiben die Mieten in Berlin nach oben. 2021 hat deshalb eine große Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner für die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne mit mehr als 3.000 Wohnungen gestimmt. Wir nehmen Demokratie ernst. Auch deshalb sind wir für die Umsetzung des Volksentscheids. Unzählige hochkarätige Expertinnen und Experten bestätigen, dass die Umsetzung rechtlich möglich, finanzierbar und wohnungspolitisch zielführend ist.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Enteignungen schaffen keinen einzigen Quadratmeter neuen Wohnraum. Allerdings würden sie zusätzliche Milliardenschulden der öffentlichen Hand nach sich ziehen und langfristig den Steuerzahler und auch die Mieter der verstaatlichten Objekte erheblich belasten. Erschwerend kommt hinzu, dass Enteignungen private Investitionen in Mietwohnungen abwürgen und so das Mietwohnungsangebot weiter verknappen. Der Wohnungsmangel wäre schließlich noch größer und am Ende wären alle Berliner die Verlierer.«

These 2 A100

»Die Autobahn A100 soll wie geplant weitergebaut werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir unterstützen den Weiterbau der A 100 ausdrücklich und stehen hinter den Planungen des Bundes für den 17. Bauabschnitt. Die Verlängerung der Stadtautobahn bis zur Frankfurter Allee wird Wohngebiete vom Durchgangsverkehr entlasten, die Anbindung der Stadtteile im Berliner Osten verbessern und die Leistungsfähigkeit der Gesamtstadt stärken.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Statt die A100 weiterzubauen, setzen wir auf den Erhalt unserer Straßen und Brücken sowie auf den Ausbau des ÖPNV. Die Autobahn endet für uns dauerhaft am Treptower Park. Wir entwickeln dort ein Verkehrskonzept für die angrenzenden Kieze.«

Grüne»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir lehnen den Weiterbau der A100 ab, da der 17. Bauabschnitt zusätzliche Belastungen durch Lärm, Stau und Luftverschmutzung für angrenzende Kieze in Lichtenberg, Pankow und Friedrichshain verursachen würde und auch kulturelle Orte gefährdet. Stattdessen setzen wir auf den Schutz von Wohngebieten vor Durchgangsverkehr und den konsequenten Ausbau von Bus und Bahn. Generell sprechen wir uns für eine Reduzierung und den Rückbau innerstädtischer Autobahnstrukturen aus.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Mit dem Weiterbau würde eine Schneise durch dicht besiedelte Gebiete geschlagen, sie löst keine Verkehrsprobleme, sondern schafft an den Anschlussstellen neue. Die enormen Kosten wären eine Verschwendung von Steuergeldern, auch angesichts knapper Kassen. Daher lehnen wir den Weiterbau aus städtebaulichen, verkehrspolitischen und klimapolitischen Gründen sowie wegen der enormen Kosten ab.«

AfD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und fordert neben dem Weiterbau der A100 einen kompletten Autobahnring. Im Programm belegt ist nur die allgemeine Priorität für den Verkehrsfluss auf Hauptstraßen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Schaffung eines inneren Autobahnrings in Berlin ist die effektivste Möglichkeit, um den Verkehr aus den Wohngebieten herauszuhalten. Deshalb bedarf es nicht nur des Weiterbaus des 17. Bauabschnitts der A100, sondern letztendlich auch der weiteren Bauabschnitte zur Schaffung eines kompletten Rings. Leistungsfähige Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen sind der beste Schutz für unsere Kieze.«

These 3 Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

»An Berliner Schulen soll sexuelle und geschlechtliche Vielfalt weiterhin im Unterricht thematisiert werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Toleranz und Respekt sind Grundwerte unserer Gesellschaft. Eine altersgerechte Aufklärung trägt zu einem offenen und diskriminierungsfreien Miteinander bei.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir sichern einen diskriminierungsfreien Schulalltag und setzen uns für queersensible, rassismuskritische Bildung ein. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gehört zum Bildungsauftrag unserer Schulen.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»An Schulen müssen Geschlechterstereotype hinterfragt und geschlechtliche und sexuelle Vielfalt anerkannt werden. Wir wollen eine geschlechtersensible Pädagogik und Didaktik fördern, damit Kinder sich frei von Rollenstereotypen entfalten können. Schulen müssen inklusive Orte und Safer Spaces für trans*, inter*, agender und nicht-binäre Schüler*innen sein. Wir unterstützen die Fachstellen für queere und intersektionale Bildung sowie die Ansprechpersonen für LSBTIQ* an allen Berliner Schulen.«

Linke»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und konkretisiert: Verankerung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in den Rahmenlehrplänen, qualifizierte Verantwortliche an jeder Schule. Diese Instrumente nennt das Programm nicht.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt soll auch weiterhin explizit in den Rahmenlehrplänen verankert sein. Queerfeindlichkeit an Schulen treten wir entschieden entgegen. Wir sorgen für qualifizierte Verantwortliche für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an jeder Schule und stärken die externe queere Bildungsarbeit. Zudem wollen wir verbindliche Leitlinien für den Umgang mit trans* und nicht-binären Schüler*innen auf den Weg bringen.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Eine ausgiebige Thematisierung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Unterricht lehnt die AfD ab. Die Inhalte der Rahmenlehrpläne sollten sich nach der Expertise der Bildungswissenschaft richten und nicht nach den Forderungen von politischen Lobbygruppen. Die Schule muss sich auf eine altersangemessene Sexualaufklärung sowie die Vermittlung biologischer und gesundheitlicher Grundlagen beschränken. Dabei gilt es, das Elternrecht bei der Werteerziehung zu respektieren.«

These 4 Verwerfen der Klimaziele

»Berlin soll das Ziel verwerfen, klimaneutral zu werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir bekennen uns zum Ziel der Klimaneutralität. Wir setzen auf Klimaschutz durch Technologieoffenheit, Innovation und attraktive Angebote statt auf Zwang und Verbote. Klimaschutz muss so funktionieren, dass Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze gesichert werden und unsere Stadt lebenswert und bezahlbar für alle ist.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir halten am Ziel der Klimaneutralität fest. Berlin soll Vorreiterin beim klimagerechten Umbau der Stadt sein. Klimaschutz ist für uns keine Option, sondern Pflicht gegenüber künftigen Generationen.«

Grüne»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und konkretisiert ihre Position: Klimaneutralität bis 2040, Klimaschutz als verbindliche Querschnittsaufgabe mit klaren Zuständigkeiten. Im Programm belegt ist die Richtung (Pariser Klimaziele, Klimabudget als Steuerungsinstrument), nicht das Zieljahr.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir lehnen es ab, das Ziel der Klimaneutralität aufzugeben. Berlin muss seinen Beitrag zur Einhaltung der Pariser Klimaziele leisten und zugleich widerstandsfähiger gegenüber den Folgen der Klimakrise werden. Klimaschutz soll mit verbindlichen Zielen und klaren Zuständigkeiten zur zentralen Querschnittsaufgabe werden, um Berlin wieder konsequent auf den Weg zur Klimaneutralität bis 2040 zu bringen.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die weltweite Klimakrise bedroht unsere Zukunft und unser Zusammenleben. Auch in Berlin sind ihre Folgen (z. B. durch zunehmende Hitzewellen oder Trockenheit) schon lange spürbar. Unter der Klimakrise leiden global und lokal diejenigen am meisten, die am wenigsten zu ihr beigetragen haben. Wir machen daher Klimapolitik, die nicht zulasten von Menschen mit geringem Einkommen geht.«

AfD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Das Ziel „Berlin klimaneutral 2045“ ist ein ideologisches Prestigeprojekt ohne Einfluss auf das Weltklima. Es gefährdet die Versorgungssicherheit, treibt die Energiepreise in die Höhe und verschleudert finanzielle Ressourcen, die in Berlin dringend an anderer Stelle benötigt werden. Das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz muss deshalb abgeschafft und durch ein Sichere-Energie-Gesetz ersetzt werden, das Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Netzstabilität zum Maßstab macht.«

These 5 Gebührenfreie Deutschkurse

»Alle Zugewanderten in Berlin sollen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus Zugang zu gebührenfreien Deutschkursen haben.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen, dass diejenigen, die dauerhaft oder für einige Jahre in Berlin und Deutschland leben, sich integrieren und Teil unserer Gesellschaft werden. Dazu gehört, Offenheit für unsere Kultur zu haben, unsere Rechtsordnung und Werte zu achten und die deutsche Sprache zu lernen. Für uns besteht Integration aus Fördern und Fordern. Integration ist ein Angebot, aber auch eine Verpflichtung zu eigener Anstrengung.«

SPD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Gebührenfreiheit der Deutschkurse wird im Programm nicht genannt.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen, dass geflüchtete und zugewanderte Menschen aktiv am Berliner Leben teilhaben. Deutschkurse sind der Schlüssel zur Integration. Wir stehen für niedrigschwelligen Zugang zu Sprachkursen für alle.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns dafür ein, dass alle Zugewanderten in Berlin unabhängig vom Aufenthaltsstatus Zugang zu gebührenfreien Deutschkursen erhalten. Sprachkenntnisse sind zentral für gesellschaftliche und berufliche Teilhabe. Daher wollen wir das Angebot an Sprach- und Integrationskursen, insbesondere an Volkshochschulen und durch zivilgesellschaftliche Träger, ausbauen und von Anfang an einen niedrigschwelligen, kostenfreien Zugang sicherstellen.«

Linke»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Dass diese Sprachkurse gebührenfrei sind und unabhängig vom Aufenthaltsstatus offenstehen, sagt das Programm nicht ausdrücklich – nur den allgemeinen Grundsatz gleicher sozialer Leistungen unabhängig vom Status.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Linke Berlin setzt sich dafür ein, dass kostenlose Sprachkursangebote, insbesondere berufsspezifische, ausgeweitet und qualitativ weiterentwickelt werden. Der Zugang soll unabhängig vom Aufenthaltsstatus bestehen, da wir gleiche Rechte für alle Berliner*innen anstreben.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Zugang zu gebührenfreien, steuerfinanzierten Deutschkursen muss an den Aufenthaltsstatus geknüpft sein. Wer vollziehbar ausreisepflichtig ist, hat der Ausreisepflicht Folge zu leisten und darf nicht erwarten, auf Steuerzahlerkosten Integrationsleistungen in Anspruch nehmen zu können. Dies würde falsche Anreize für Ausreisepflichtige setzen. Die begrenzten Mittel und Ressourcen müssen auf die Sprachförderung derjenigen konzentriert werden, die rechtmäßig und dauerhaft in Berlin leben.«

These 6 Krankenhäuser in öffentlicher Hand

»Mehr Krankenhäuser in Berlin sollen in öffentlicher Hand sein.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und benennt ein Kriterium, das dort nicht steht: Entscheidend sei die Qualität der Versorgung, nicht die Trägerschaft. Im Programm belegt ist nur die allgemeine Ablehnung von Verstaatlichung.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Für uns steht die Qualität der medizinischen Versorgung im Vordergrund, nicht die Trägerschaft. Öffentliche, freigemeinnützige und private Träger leisten gemeinsam einen unverzichtbaren Beitrag für eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung in unserer Stadt.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen gute Krankenhäuser für alle, unabhängig vom Träger. Entscheidend dafür ist eine hohe Qualität der Versorgung, gute Arbeitsbedingungen und eine Mischung aus Grundversorgung und Spezialisierung. Berlin hat mit der Charité und Vivantes bereits starke öffentlichen Krankenhausträger. Die frei gemeinnützigen und privaten Krankenhäuser unterstützen die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung. Wir setzen auf bessere Finanzierung, mehr Personal und enge Vernetzung aller Träger.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Aussage zum Anteil öffentlicher Krankenhäuser fehlt; belegt ist nur die allgemeine Linie, öffentliches Eigentum/Infrastruktur zu erhalten und auszubauen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Eine gute Gesundheitsversorgung gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Deshalb wollen wir den Anteil öffentlicher Krankenhäuser stärken. Gleichzeitig schätzen wir die Vielfalt der Berliner Krankenhauslandschaft und die Arbeit freigemeinnütziger und anderer Träger. Angesichts der Herausforderungen durch die Krankenhausreform des Bundes braucht Berlin eine verlässliche, gemeinwohlorientierte Krankenhausversorgung.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Das Gesundheitssystem soll sich am Gemeinwohl statt an Profiten orientieren. Dafür sollten Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen kommunalisiert, also wieder in kommunales oder staatliches Eigentum zurückgeführt werden. Überschüsse, die erwirtschaftet werden, müssen wieder ins Gesundheitswesen zurückfließen, statt das Vermögen der Besitzer von privaten Kliniken und Krankenhäusern zu vermehren.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Was zählt, ist nicht die Trägerschaft eines Krankenhauses, sondern eine gute, verlässliche Versorgung für alle Berliner und faire Arbeitsbedingungen für die Menschen, die diese Versorgung tragen. Beides ist durch die bewährte Mischung aus öffentlichen, freigemeinnützigen und privaten Kliniken besser zu sichern als durch teure Rekommunalisierungen, zumal staatliche Trägerschaft keine wirtschaftliche Stabilität garantiert. Berlin muss faire Bedingungen für alle Träger schaffen.«

These 7 Kita-Jahr vor der Einschulung

»Alle Kinder in Berlin sollen ein Jahr vor der Einschulung eine Kita besuchen müssen.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Mit dem Kita-Chancenjahr haben wir die Vorschule in Berlin wieder eingeführt. Diese wollen wir stärken und weiter ausbauen – mit dem Ziel, alle Kinder bestmöglich auf die Schule vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen Sprachförderung, soziale Kompetenzen und grundlegende Fähigkeiten für erfolgreiches Lernen - vom sicheren Sprachverständnis bis zum Umgang mit Stift und Papier. Zudem sollen Kita und Grundschule zusammenarbeiten, damit Kinder bestmöglich auf die Schule vorbereitet werden.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns dafür ein, dass das letzte Kita-Jahr berlinweit ohne Wenn und Aber umgesetzt wird. Frühkindliche Bildung ist der Schlüssel für die gesamte Bildungsbiografie. Jedes Kind soll beim Schuleintritt die nötigen Voraussetzungen mitbringen.«

Grüne»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Kitas sind wichtige Bildungs- und Lebensorte. Bereits jetzt besuchen 99 Prozent der Vorschulkinder eine Kita. Statt einer Pflicht braucht es gute Qualität, einen einfachen Zugang und gezielte Unterstützung besonders für die Familien, die sie brauchen. Dazu gehören bessere Beratung, Sprachförderung und starke pädagogische Fachkräfte. Familien sollen zudem zum ersten Geburtstag ihres Kindes automatisch einen Kitagutschein mit mehrsprachigen Informationen erhalten.«

Linke»Neutral«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Frühkindliche Bildung ist fundamental wichtig. Wir wollen allen Kindern einen mindestens 24-monatigen Kita-Besuch vor Schuleintritt ermöglichen. Einen Kita-Zwang oder eine verpflichtende Vorschule lehnen wir ab. Bußgelder für vermeintlich unkooperative Eltern sind nicht zielführend. Um möglichst alle Familien für den Kita-Besuch ihrer Jüngsten zu begeistern, setzen wir auf den Ausbau von Kita-Sozialarbeit, bessere Inklusion und eine höhere Sensibilität für die Mehrsprachigkeit der Familien.«

AfD»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und konkretisiert eine Ausnahme: die verpflichtende Kita für Kinder mit Sprachdefiziten (»kleine Kitapflicht«/»Kita-Chancenjahr«). Im Programm belegt ist nur das allgemeine Bekenntnis zur Wahlfreiheit.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Es ist zwar richtig, dass Kinder mit Defiziten bei der Beherrschung der deutschen Sprache vor der Einschulung verpflichtend eine Kita besuchen müssen, um Sprachdefizite rechtzeitig ausgleichen zu können. Für die Eltern aller anderen Kinder muss es aber bei der Wahlfreiheit zwischen Selbstbetreuung und Fremdbetreuung bleiben. Insofern unterstützen wir die „kleine Kitapflicht“ bzw. das „Kita-Chancenjahr“, lehnen aber eine allgemeine Kitapflicht ab.«

These 8 Campieren von Obdachlosen

»Das Campieren von Obdachlosen im öffentlichen Raum soll konsequent unterbunden werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Das Campieren an zentralen Orten kann nur eine Notlösung sein. Wir wollen vielmehr die bestehenden Angebote für Obdachlose verbessern und neue Unterbringungsmöglichkeiten schaffen. Wir setzen uns für ein „Haus der Hilfe“ als zentrale Anlaufstelle ein. Zudem werden wir das Projekt der Safe Places in ein Landesprogramm überführen und so eine Angebotslücke in der Obdachlosenhilfe schließen.«

SPD»Neutral«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Aussage wird der Komplexität des Themas nicht gerecht. Wir setzen auf Housing First und schaffen nach Hamburger Vorbild einen zentralen landeseigenen Akteur für die Unterbringung wohnungsloser Menschen. Obdachlosigkeit bekämpfen wir durch Hilfe, nicht durch Verbote.«

Grüne»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Obdachlosigkeit ist Ausdruck sozialer Not und darf nicht durch Verdrängung aus dem öffentlichen Raum beantwortet werden. Stattdessen setzen wir auf Hilfe statt Räumung. Mit einem Aktionsplan gegen Straßenobdachlosigkeit und dem Ausbau von Housing First wollen wir Menschen ohne Vorbedingungen in eigenen Wohnraum vermitteln und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben begleiten.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Verdrängung löst das Problem der Obdachlosigkeit nicht, sondern verschiebt es nur in andere Stadtteile. Statt Repressionen braucht es Housing First, also zuerst eine eigene Wohnung, um von dort aus alle weiteren Probleme anzugehen, keine Zwangsräumungen, bessere Obdachlosenunterkünfte, eine ganzjährig ausgeweitete Kältehilfe und vor allem deutlich mehr bezahlbare Wohnungen.«

AfD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Hinter Obdachlosigkeit stehen oft tragische Einzelschicksale, die Mitgefühl und gezielte staatliche Hilfe erfordern. Genau deshalb ist das Dulden unkontrollierter Lager der falsche Weg: Dauerhaftes Campieren in Parks und auf Gehwegen führt zu Verwahrlosung, Hygieneproblemen und gefährdet die Betroffenen selbst. Aus Verantwortung für das Gemeinwohl und die Obdachlosen muss illegales Campieren unterbunden und die Rückführung in reguläre Hilfs- und Unterbringungsstrukturen sichergestellt werden.«

These 9 Clubkultur

»Clubs und Diskotheken sollen als kulturelle Einrichtungen vom Land Berlin finanziell gefördert werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Clubs und Diskotheken werden im Programm nicht namentlich als Förderkategorie genannt — nur die allgemeine Ausrichtung der Kulturförderung auf wirtschaftlich tragfähige Einrichtungen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Berliner Clubkultur ist ein prägender Teil des kulturellen Lebens unserer Stadt. Angesichts der angespannten Haushaltslage muss geprüft werden, wo Unterstützung sinnvoll und gerechtfertigt ist. Entscheidend ist, dass Fördermittel transparent eingesetzt werden und einen erkennbaren kulturellen Mehrwert schaffen.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Für die Clubwirtschaft initiieren wir erstmals eine Spielstättenförderung. Clubs sind Teil der Berliner Kulturidentität und verdienen institutionelle Anerkennung und Förderung.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns dafür ein, Berlins Clubs und Diskotheken als kulturelle Einrichtungen dauerhaft finanziell zu fördern. Die Clubkultur ist ein zentraler Bestandteil der Berliner Kultur und muss langfristig gesichert werden. Neben strukturellen Instrumenten wie Schallschutzförderung, besseren planungsrechtlichen Rahmenbedingungen und erleichterten Genehmigungen braucht es auch direkte Unterstützung, um Clubs, kleine Musikspielstätten und Open-Air-Formate zu erhalten und weiterzuentwickeln.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Berliner Clubkultur gehört zur DNA dieser Stadt. Clubs sind Schutzräume für Communities, Orte kultureller Innovation und Teil des internationalen Ansehens Berlins. Viele stehen durch steigende Gewerbemieten und Verdrängungsdruck vor dem Aus. Auf Bundesebene setzen wir uns für einen Mietendeckel für Gewerbe, besseren Kündigungsschutz und die Verankerung von Clubs als Kultureinrichtungen im Baugesetzbuch sowie eine Lärmschutz-Reform ein.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Berliner Clubszene ist ein wichtiger Teil der Berliner Kultur, ein zentraler Standortfaktor und ein Touristenmagnet. Nachdem viele Clubs die Corona-Maßnahmen nicht überlebt haben, muss das Ziel die langfristige Eigenwirtschaftlichkeit der Berliner Clubs und Diskotheken sein. Dies schließt die Weiterfinanzierung von unterstützenden Maßnahmen wie dem Schallschutzfonds für Clubs und Live-Musikspielstätten nicht aus.«

These 10 Ausbildungsplatzabgabe

»Betriebe, die nicht ausbilden, sollen wie geplant eine Ausbildungsplatzabgabe zahlen.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Den Ausbildungsplatzförderungsfonds werden wir hinsichtlich seiner Wirksamkeit und seiner Auswirkungen auf Betriebe, Ausbildungskapazitäten und Bürokratie zeitnah evaluieren. Sollte sich zeigen, dass die erhofften positiven Effekte ausbleiben oder die Belastungen überwiegen, werden wir den Fonds wieder abschaffen.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen mehr Ausbildungsplätze in Berlin und setzen auf Verantwortung der Betriebe. Die Ausbildungsplatzumlage setzen wir um, sie ist ein gerechtes Instrument, das auch die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft stärkt. Sie nimmt Unternehmen in die Pflicht, die von gut ausgebildeten Fachkräften profitieren, aber selbst nicht ausbilden und sichert so die Ausbildung von Fachkräften.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Zur Sicherung eines ausreichenden Ausbildungsplatzangebots unterstützen wir eine solidarische Ausbildungsplatzumlage. Freiwilligkeit allein reicht nicht aus, um allen Jugendlichen den Zugang zu Ausbildung zu ermöglichen. Eine verbindliche Umlage schafft Verlässlichkeit und sorgt dafür, dass alle Betriebe zur Ausbildung von Fachkräften beitragen. Das Gesetz der schwarz-roten Koalition greift jedoch zu kurz und schafft zusätzliche bürokratische Hürden.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Trotz vielfältiger Programme bleibt die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze in Berlin hinter dem Bedarf zurück. Auf 100 Ausbildungsplätze kommen 146 Jugendliche. Nur 11 % der Berliner Unternehmen bilden aus. Eine wirksame Ausbildungsplatzumlage stellt sicher, dass sich alle Unternehmen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an den Kosten der Ausbildung beteiligen. Unternehmen, die selbst ausbilden, sollen von der Umlage befreit oder entlastet werden.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Das Hauptproblem auf dem Berliner Ausbildungsmarkt ist der Mangel an ausbildungsreifen und qualifizierten Bewerbern. Betriebe mit einer Ausbildungsplatzabgabe zu bestrafen ist kontraproduktiv und schafft keine zusätzlichen Ausbildungsstellen. Sie schadet besonders dem Mittelstand und den kleinen Unternehmen. Statt neuer Bürokratie und Zwangsabgaben in Form einer Ausbildungsplatzabgabe braucht Berlin eine qualifizierende Schulbildung und realistische Anreize für mehr Ausbildung in den Betrieben.«

These 11 Abschaffung der Mietpreisbremse

»Die Mietpreisbremse soll in Berlin abgeschafft werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die von der CDU bis 2029 verlängerte Mietpreisbremse hilft in angespannten Wohnungsmärkten wie Berlin, finanzielle Überforderung zu verhindern. Klar ist aber: Hohe Mieten bekommen wir nur in den Griff, wenn wir mehr und noch schneller Wohnungen bauen. Beim Mieterschutz gilt außerdem: Recht muss konsequent durchgesetzt werden. Wer die Wohnungsnot rechtswidrig ausnutzt, muss mit harten Strafen rechnen.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Ganz im Gegenteil, die Mietpreisbremse ist ein wichtiges Instrument gegen Mietabzocke und wir stärken es: Wir erfassen alle Mieten in einem Register und kontrollieren sie mit einer Mietpreis-Check-App und einer Mietenaufsicht. So senken wir die Mieten. Bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht von allein, er wird gemacht. Aus leeren Büros machen wir neuen Wohnraum und werden zusätzlich 100.000 neue Wohnungen bauen.«

Grüne»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Mietpreisbremse schützt Mieter*innen vor überhöhten Mieten und muss deshalb erhalten und wirksam durchgesetzt werden. Statt sie abzuschaffen, wollen wir sie stärken. Ausnahmen sollen reduziert, Umgehungen verhindert und Verstöße konsequent sanktioniert werden. So begrenzen wir übermäßige Mieterhöhungen und sorgen dafür, dass Wohnen in Berlin wieder bezahlbar wird.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Mieten haben sich in etwa zehn Jahren mehr als verdoppelt. Auch wenn die aktuelle Mietpreisbremse löchrig wie ein Schweizer Käse ist, wäre ihre Abschaffung der falsche Weg. Vielmehr muss die Mietpreisbremse zu einem wirksamen Mietendeckel reformiert werden. Aber beide Maßnahmen, eine Reform der Mietpreisbremse oder besser die Einführung eines Mietendeckels, darf leider nur der Bundesgesetzgeber vornehmen. Über den Bundesrat wollen wir daher entsprechende Initiativen starten.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»In der gegenwärtig angespannten Situation auf dem Mietmarkt ist eine Abschaffung der Mietpreisbremse nicht verantwortbar. Allerdings wollen wir die Mietpreisbremse langfristig überflüssig machen. Denn die beste Mietpreisbremse ist ein ausreichendes Wohnungsangebot. Deshalb treten wir dafür ein, alle Hindernisse zu beseitigen, die den Bau und das Angebot an Mietwohnungen einschränken oder unnötig verteuern.«

These 12 Verdachtsunabhängige Personenkontrollen

»Die Berliner Polizei soll an kriminalitätsbelasteten Orten weiterhin verdachtsunabhängige Personenkontrollen durchführen dürfen.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»An kriminalitätsbelasteten Orten sind verdachtsunabhängige Kontrollen ein wichtiges Instrument der Polizei, um Straftaten zu verhindern, Waffen sicherzustellen und das Sicherheitsgefühl zu stärken.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir halten am klaren Verbot von Racial Profiling fest und unterziehen die Einstufung kriminalitätsbelasteter Orte einer regelmäßigen parlamentarischen Kontrolle. Verdachtsunabhängige Kontrollen müssen eng begrenzt und kontrolliert bleiben.«

Grüne»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Verdachtsunabhängige Personenkontrollen lehnen wir ab, da Sicherheit nicht durch anlasslose Kontrolle entsteht. Kontrollen dürfen nicht an äußere Merkmale wie Herkunft, Sprache oder Religion anknüpfen. Racial und Social Profiling sind klar auszuschließen. Polizeiliches Handeln muss sich am konkreten Verhalten orientieren und grundrechtskonform bleiben. Auch ohne verdachtslose Kontrollen bestehen ausreichende Instrumente für wirksame Gefahrenabwehr.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Sogenannte verdachtsunabhängige Kontrollen knüpfen oft an unveränderlichen äußeren Merkmalen der Betroffenen an. Das kann ein Einfallstor für auch unbewusstes Racial Profiling sein. Deshalb wollen wir diese und die ihnen zugrunde liegenden kriminalitätsbelasteten Orte und Messerverbotszonen abschaffen. Polizeiliche Maßnahmen müssen im Verhalten begründet sein und gegenüber den Betroffenen begründet werden.«

AfD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Aussage zu verdachtsunabhängigen Personenkontrollen an kriminalitätsbelasteten Orten fehlt; belegt ist nur die Forderung, das Landesantidiskriminierungsgesetz aufzuheben.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»An kriminalitätsbelasteten Orten braucht die Polizei wirksame Befugnisse, um Straftaten zu verhindern, Waffen und Drogen sicherzustellen und Täter frühzeitig zu erkennen. Verdachtsunabhängige Kontrollen sind dort ein unverzichtbares Instrument zur Wiederherstellung von Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit.«

These 13 Fahrradstraßen

»In Berlin sollen weitere Straßen in Fahrradstraßen umgewandelt werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Neutral«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wo es verkehrstechnisch sinnvoll ist und die Sicherheit erhöht, befürworten wir dies. Es darf jedoch nicht zulasten wichtiger Hauptverkehrsachsen gehen. Die Einrichtung von Fahrradstraßen muss im Einzelfall geprüft werden und darf nicht zu unverhältnismäßigen Einschränkungen für andere Verkehrsteilnehmer führen.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir bauen Radinfrastruktur konsequent aus und wollen mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen. Fahrradstraßen oder eigene Radspuren sind ein wichtiges Instrument für sichere und attraktive Radwege in der Stadt.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und konkretisiert: Ende des »Radwegestopps«, Ausrichtung auf »Vision Zero«, gezielter Ausbau von Fahrradstraßen. Im Programm belegt ist der Ausbau der Radinfrastruktur an anderer Stelle.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen den Radwegestopp beenden und den Ausbau des Radverkehrsnetzes konsequent vorantreiben. Dazu gehören durchgängige, sichere und geschützte Radwege an Hauptstraßen ebenso wie die Ausweisung weiterer Fahrradstraßen in Nebenstraßen. Ziel ist, das Radfahren in ganz Berlin alltagstauglich und sicher zu machen und alle Stadtteile besser miteinander zu verbinden. Dabei verfolgen wir eine konsequente Ausrichtung der Verkehrspolitik auf Vision Zero – also null Verkehrstote.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Ausweisung von Fahrradstraßen trägt zur Bildung eines Netzes zusammenhängender und sicherer Fahrradrouten bei. Sofern erforderlich, können Anlieger einfahren.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Fahrradstraßen können in Wohnkiezen sinnvoll sein, wenn sie pragmatisch ausgewählt werden und nicht dazu dienen, Fahrradfahrer gegen Autofahrer auszuspielen. Die Absicht, den Kfz-Verkehr durch die Anlage von Fahrradstraßen auf wichtigen Verbindungsstraßen auszubremsen, lehnen wir allerdings ab, da hier ideologische Prämissen einer pragmatischen Abwägung der Belange aller Verkehrsteilnehmer übergeordnet werden.«

These 14 Verkaufsoffene Sonntage

»In Berlin soll es mehr verkaufsoffene Sonntage geben.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir stehen für eine rechtssichere Gestaltung der Sonntagsöffnung und setzen uns dafür ein, dass die gesetzlich möglichen acht verkaufsoffenen Sonntage auch tatsächlich stattfinden. Die Bezirke sollen zudem zweimal im Jahr zusätzliche verkaufsoffene Sonntage für besondere bezirkliche Anlässe festlegen können. Dies stärkt den stationären Einzelhandel und belebt unsere Innenstädte. Auch für Spätis wollen wir rechtssichere Regelungen schaffen, die ihrem besonderen Charakter gerecht werden.«

SPD»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Verkaufsoffene Sonntage können den Einzelhandel stärken und die Attraktivität Berlins als Einkaufs- und Tourismusstandort erhöhen. Dabei gilt für uns immer: Wer Arbeitszeiten verändern will, muss das im Einvernehmen mit den Gewerkschaften und auf dem Boden von Tarifverträgen tun. 24/7-Kleinstsupermärkte dürfen kein Umgehungsmodell für reguläre Beschäftigung sein. Wir schützen Beschäftigte vor atypischen und prekären Arbeitszeiten.«

Grüne»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und bekennt sich zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags und gegen weitere verkaufsoffene Sonntage. Im Programm belegt ist nur die Ausnahmeregelung für jüdische Geschäfte.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Sonntag ist ein wichtiger Tag der Erholung und des sozialen Zusammenhalts. Wir wollen den arbeitsfreien Sonntag schützen und die Beschäftigten im Einzelhandel und kleinere Geschäfte nicht zusätzlich belasten. Den bestehenden gesetzlichen Rahmen zur Sonntagsöffnung wollen wir ausschöpfen und dabei die Rechte der Arbeitnehmer*innen achten. Gleichzeitig wollen wir ermöglichen, dass jüdische Geschäfte mit koscheren Lebensmitteln sonntags statt samstags öffnen können.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen die Zahl verkaufsoffener Sonntage reduzieren, nicht ausweiten. Sonntagsarbeit geht zulasten von Familien, prekären Beschäftigtengruppen und der Menschen, die Sorgearbeit leisten. Auch digitale Kleinstsupermärkte sollen keine Hintertür sein. Ausnahmen prüfen wir nur für Spätis, unter strengen Bedingungen und mit vollem Arbeitsschutz.«

AfD»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Obwohl in Berlin acht verkaufsoffene Sonntage gesetzlich zulässig sind, hat der Senat 2026 wie in den beiden Vorjahren nur vier verkaufsoffene Sonntage genehmigt. Diese bewusste Verweigerung zusätzlicher Sonntagsöffnungen schadet dem stationären Einzelhandel in Berlin, der ohnehin schon massiv unter der Konkurrenz durch den Online-Handel leidet. Die AfD setzt sich daher dafür ein, alle acht möglichen verkaufsoffenen Sonntage auszuschöpfen. Auch die Tourismusbranche würde davon profitieren.«

These 15 Migrantische Vereine und Initiativen

»Migrantische Vereine und Initiativen sollen weiterhin vom Land Berlin finanziell gefördert werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir unterstützen die Förderung von migrantischen Vereinen und Initiativen, die einen echten Beitrag zu Integration, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Teilhabe leisten. Diese Förderung muss jedoch an ein klares Bekenntnis zu unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung geknüpft sein.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir stärken migrantische Zivilgesellschaft und fördern ein weltoffenes Berlin. Migrantische Vereine leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur demokratischen Teilhabe.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und sagt eine dauerhafte Förderung migrantischer Vereine sowie ein Landesdemokratiefördergesetz zu. Im Programm direkt belegt ist die Förderung asiatisch-deutscher Selbstorganisationen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns für die dauerhafte finanzielle Förderung migrantischer Vereine und Initiativen durch das Land Berlin ein. Sie leisten einen zentralen Beitrag zur Stärkung von Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt in den Kiezen. Mit einem Landesdemokratiefördergesetz wollen wir ihre Arbeit strukturell absichern und langfristig verlässlich finanzieren, um ihr Engagement nachhaltig zu stärken und zu schützen.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir unterstützen ausdrücklich migrantische (Selbst-)Organisationen und Initiativen. Wir wollen weiterhin eng und auf Augenhöhe mit migrantischen Selbstorganisationen zusammenarbeiten und deren Beteiligungsmöglichkeiten ausbauen und stärken. Konkret bedeutet das für uns, dass wir uns für eine langfristige und verlässliche Regelfinanzierung der Arbeit der Träger einsetzen, denn sie leisten wichtige Arbeit für die Teilhabe, Sichtbarkeit und Unterstützung der migrantischen Communitys.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Das Etikett „migrantisch“ sagt wenig darüber aus, welche Inhalte ein Verein vertritt. Das Verbot von „Muslim Interaktiv" im November 2025 und die vereinsrechtlichen Ermittlungen gegen „Generation Islam“ (Berlin) und „Realität Islam“ zeigen, wohin wohlmeinende Förderung ohne hinreichende Kontrolle führt. Förderfähig kann nur sein, wer die freiheitliche demokratische Grundordnung achtet und einen nachweisbaren Beitrag für Integration und Verständigung leistet.«

These 16 Senkung der Grunderwerbsteuer

»Beim Kauf von Wohneigentum für die eigene Nutzung soll die Grunderwerbsteuer gesenkt werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen, dass sich in Berlin mehr Menschen den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen können. Deshalb werden wir die Grunderwerbsteuer beim erstmaligen Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum deutlich reduzieren. Bis zu einem Kaufpreisanteil von 300.000 Euro soll sie bei Immobilienkäufen bis 800.000 Euro erlassen werden.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Steuersatz auf selbstgenutztes Eigentum soll sinken, sobald „Share Deals“ zur Umgehung der Grunderwerbsteuer auf Bundesebene wirksam unterbunden sind.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir unterstützen eine Senkung der Grunderwerbsteuer, aber nur für den selbst genutzten Erwerb von Wohneigentum und überdies sozial gerecht ausgestaltet. Eine pauschale Entlastung hilft vor allem Menschen mit hohem Einkommen und Vermögen. Deshalb wollen wir eine soziale Staffelung, die insbesondere Familien und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen beim Erwerb der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses unterstützt.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Grunderwerbsteuer ist eine der wichtigsten Steuern, die Bundesländer selbst festsetzen können. Ihre Einnahmen helfen, in gute Schulen, Krankenhäuser und öffentlichen Verkehr zu investieren. Deshalb wollen wir die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer, die von jenen bezahlt wird, die sich Wohnungen und Häuser kaufen, erhöhen und fordern die Anhebung auf 6,5 %, wie auch im Brandenburger Umland.«

AfD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die AfD Berlin fordert, beim Erwerb von Wohneigentum die Grunderwerbssteuer für einheimische Ersterwerber vollständig abzuschaffen, denn selbstgenutztes Wohneigentum schützt vor Mieterhöhung, Verdrängung und Altersarmut.«

These 17 Auflösung des Verfassungsschutzes

»Der Verfassungsschutz Berlin soll aufgelöst werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir stehen für einen starken Verfassungsschutz, der rechtlich und technisch über die nötigen Möglichkeiten verfügt, um Personen, die eine Gefahr für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung darstellen, zu beobachten.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir stehen für einen starken, demokratischen Rechtsstaat. Der Verfassungsschutz ist ein wichtiges Instrument zur Beobachtung extremistischer Bestrebungen. Eine Auflösung lehnen wir ab.«

Grüne»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Eine Auflösung des Berliner Verfassungsschutzes lehnen wir ab. Stattdessen setzen wir auf eine grundlegende Neuordnung und stärkere rechtsstaatliche Kontrolle. Ziel ist ein Zwei-Säulen-Modell: ein unabhängiges, auf öffentliche Quellen gestütztes Institut zum Schutz der Verfassung sowie ein strikt rechtsstaatlich begrenzter Nachrichtendienst, klar getrennt von polizeilichen Aufgaben und fokussiert auf die Früherkennung von Terrorismus, Spionage und staatsgefährdenden Bestrebungen.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Verfassungsschutz, insbesondere die durch diesen erfolgenden Grundrechtseingriffe, ist nicht durch demokratisch legitimierte Organe kontrollierbar. Die Aufgabe, aktuelle Bedrohungen für die demokratische Ordnung zu erforschen, beschreiben und die Öffentlichkeit zu informieren, kann besser auf Grundlage von öffentlich zugänglichen Informationen (z. B. OSINT – Open Source Intelligence) oder durch andere Organisationen wahrgenommen werden (z. B. IDZ-Jena, Gesellschaft für Freiheitsrechte).«

AfD»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und konkretisiert Bedingungen: grundlegende Reform, politische Neutralität, keine Instrumentalisierung des Verfassungsschutzes gegen die Opposition. Im Programm belegt ist nur eine Erwähnung seiner Beobachtungstätigkeit.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Berlin braucht eine leistungsfähige Behörde zur Aufklärung von Terrorismus, Spionage und tatsächlichen verfassungsfeindlichen Bestrebungen. Der Verfassungsschutz muss jedoch grundlegend reformiert, politisch neutral ausgerichtet und wirksam parlamentarisch kontrolliert werden. Eine Instrumentalisierung gegen die demokratische Opposition darf es nicht geben.«

These 18 Förderschulen

»In Berlin sollen mehr Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt („Förderschulen“) für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung errichtet werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir unterstützen die schulische Inklusion, um die Teilhabechancen von Kindern mit Förderbedarf zu stärken. Gleichzeitig ist sie nicht für jedes Kind der beste Weg. Förderschulen bieten spezialisierte Unterstützung, die wir erhalten und ausbauen wollen. Unser Ziel ist, dass jedes Kind entsprechend seiner Fähigkeiten bestmöglich gefördert wird. Eltern sollen weiterhin frei entscheiden können, welche Schulform für ihr Kind die richtige ist.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen auf Inklusion statt auf Ausbau von Sondersystemen. Mit einem verbindlichen 10-Jahres-Plan verhindern wir den Beginn lebenslanger Exklusionsketten. Grundständige Gymnasien und alle Schulformen stärken wir in ihrer inklusiven Arbeit.«

Grüne»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Unser Ziel ist ein inklusives Schulsystem, in dem alle Kinder gemeinsam lernen können. Dafür stärken wir Regelschulen mit ausreichend sonderpädagogischem Personal, Fortbildungen und einer guten Ausstattung. Förderschulen bleiben bestehen, bis eine gute inklusive Beschulung sichergestellt ist. Statt neuer Förderschulen wollen wir inklusive Schwerpunktschulen schaffen, um die steigenden Bedarfe, insbesondere von neurodivergenten Schüler*innen, zu decken.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen auf Inklusion statt Segregation. Deshalb werden wir ein Landeskonzept Schulische Inklusion auf den Weg bringen, das über die Wahlperiode hinausweist und darlegt, wie der wohnortnahe inklusive Schulbesuch aller Kinder mittelfristig gewährleistet werden kann. Kurzfristig wollen wir die inklusiven Schwerpunktschulen als Brückenlösung ausbauen. Wir stehen fest zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Den Aus- und Neubau sonderpädagogischer Förderzentren lehnen wir deshalb ab.«

AfD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Das Programm sichert den »Fortbestand« der Förderschulen; in ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei darüber hinaus und konkretisiert: bedarfsgerechter Ausbau und Außenklassen nach bayerischem Vorbild.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Gemäß dem Wunsch vieler Eltern will die AfD an der Förderschule festhalten und ein bedarfsgerechtes Angebot an Förderschulen bereitstellen. Schüler, die zielgleich unterrichtet werden können, sollten aber die Regelschule besuchen. Nach bayerischem Vorbild möchten wir an allgemeinen Schulen Außenklassen (Partnerklassen) von Förderschulen einrichten.«

These 19 Waffenlieferungen an die Ukraine

»Das Land Berlin soll sich für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine einsetzen.«

Nur die CDU äußert sich hierzu in ihrem Programm. Zum wörtlichen Zitat ↗

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Forderung nach (weiteren) Waffenlieferungen an die Ukraine nennt das Programm nicht — nur die allgemeine Unterstützung der Ukraine.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir stehen fest an der Seite der Ukraine. Die Unterstützung bei der Verteidigung ihrer Souveränität ist auch ein Beitrag zur Sicherheit in Europa. Waffenlieferungen sind notwendig, damit sich die Ukraine gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg verteidigen kann.«

SPD»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Ukraine verteidigt nicht nur ihre eigene Souveränität und ihre Bürgerinnen und Bürger gegen Russlands völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, sondern auch die europäische Friedensordnung und unsere Sicherheit. Die SPD Berlin bekennt sich deshalb zu einer umfassenden sicherheits- und friedenspolitischen Unterstützung der Ukraine.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Ukraine hat das Recht, sich gegen den völkerrechtswidrigen russischen Angriff zu verteidigen. Deshalb sind weitere Waffenlieferungen zur Unterstützung ihrer Selbstverteidigung derzeit notwendig. Sie bleiben jedoch ein schmerzhaftes letztes Mittel und müssen ein Ausnahmefall bleiben. Grundsätzlich halten wir am Verbot von Rüstungsexporten in Kriegs- und Konfliktgebiete fest.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Russische Truppen haben in der Ukraine nichts zu suchen. Den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands verurteilen wir. Es braucht einen Strategiewechsel: eine gemeinsame Initiative der EU mit China, Brasilien und anderen Staaten des Globalen Südens, um Russland an den Verhandlungstisch zu bringen. Die humanitäre Hilfe muss massiv ausgeweitet werden. Gezieltere Sanktionen, die sich nicht gegen die Bevölkerung, sondern gegen Putins Machtapparat richten, können ein wichtiges Druckmittel sein.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist mit aller Deutlichkeit zu verurteilen. Da Russland aber auch in Zukunft eine europäische Großmacht bleiben wird, gilt es nach viereinhalb Jahren sinnlosen Blutvergießens, die Bemühungen zur Beilegung des Konfliktes zu intensivieren und den Blick auf eine europäische Friedensordnung nach Beendigung des Krieges zu richten, bei der auch Russland die Möglichkeit haben muss, sich wieder konstruktiv einzubringen.«

These 20 Görlitzer Park

»Der Görlitzer Park soll rund um die Uhr geöffnet sein.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Görlitzer Park ist ein Kriminalitätsschwerpunkt. Unser Ziel ist es, dass Anwohner, Besucher und Familien diesen Park wieder unbeschwert nutzen können. Die nächtliche Schließung soll helfen, Drogenhandel und Kriminalität einzudämmen und die Lebensqualität in den umliegenden Kiezen spürbar zu verbessern.«

SPD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Der Görlitzer Park und eine durchgehende Öffnung rund um die Uhr werden im Programm nicht konkret genannt, nur die allgemeine Drogenpolitik.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Görlitzer Park soll auch abends und nachts als sicherer, sauberer und barrierefreier Ort für Anwohnende zur Verfügung stehen. Schließzeiten verdrängen Probleme, lösen sie nicht. Die SPD setzt auf mehr Sozialarbeit, bessere Beleuchtung, neue Spielplätze und konsequente Bekämpfung des organisierten Drogenhandels.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Zum Görlitzer Park selbst äußert sich das Programm nicht; in ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat konkretisiert die Partei ihre Linie und wendet sich gegen die Mittel für den Zaunbau. Im Programm belegt ist die allgemeine drogenpolitische Linie (Hilfe statt Repression, Drug-Checking).
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen auf nachhaltige und sozial verantwortliche Lösungen im und um den Görlitzer Park statt auf Symbolpolitik. Probleme werden nicht durch Verdrängung oder Verlagerung gelöst. Die geplanten Mittel für den Zaunbau sind an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt, um konkrete soziale und sicherheitspolitische Herausforderungen vor Ort anzugehen. Ziel ist ein offener, gut gestalteter öffentlicher Raum für alle Berliner*innen.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Es besteht kein Zusammenhang zwischen den Öffnungszeiten und den Delikten, die im Park passieren. Darüber hinaus lassen sich die Probleme im Park besser durch andere Maßnahmen bearbeiten als durch Repression, z.B. aufsuchende Sozialarbeit, Hilfsangebote für Abhängige, Perspektiven für Menschen mit unsicherem Aufenthalt in Berlin.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Görlitzer Park darf kein rechtsfreier Raum für Drogendealer, Gewalttäter und kriminelle Strukturen bleiben. Solange Sicherheit und Ordnung dort nicht dauerhaft gewährleistet sind, lehnen wir eine Öffnung rund um die Uhr ab. Der Staat muss den Park konsequent zurückerobern, die Drogenszene zerschlagen und ihn wieder zu einem sicheren Ort für die Berliner machen.«

These 21 Entfall der Solaranlagen-Pflicht

»Die Pflicht zur Errichtung einer Solaranlage bei Neubauten soll entfallen.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen auf Anreize statt auf Zwang. Photovoltaik ist heute eine ausgereifte und wirtschaftliche Technologie, deren Potenziale wir auch in Berlin konsequent nutzen wollen – insbesondere auf großen und öffentlichen Dächern sowie bei öffentlichen Gebäuden und landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Die Berliner Solarpflicht lehnen wir ab. Das Berliner Solargesetz wollen wir abschaffen, da entsprechende Vorgaben bereits durch die Umsetzung der EU-Gebäudeenergie-Richtlinie geregelt werden.«

SPD»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine verpflichtende Solarpflicht bei Neubauten wird im Programm nicht wörtlich genannt, nur die allgemeine Solarförderung.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir treiben den Solarausbau voran und wollen die Solarpflicht bei Neubauten erhalten. Erneuerbare Energien sind der Kern unserer Klimastrategie. Die Solarpflicht ist ein wichtiges Instrument dafür.«

Grüne»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Aussage zum Erhalt der bestehenden Solarpflicht für Neubauten fehlt in den erfassten Programmzitaten; belegt ist die Ausweitung der Solarpflicht auf öffentliche Gebäude und die Stärkung der Förderung.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir lehnen eine Abschaffung der Solarpflicht bei Neubauten ab. Berlin braucht den konsequenten Ausbau der Photovoltaik, um den Anteil erneuerbarer Energien deutlich zu erhöhen. Erneuerbare Energien machen Berlin unabhängiger und weniger anfällig für fossile Preis- und Importabhängigkeiten. Daher wollen wir eine Solarpflicht auf allen öffentlichen Gebäuden einführen.«

Linke»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Solarpflicht für private Neubauten nennt das Programm nicht – nur die Pflicht für öffentliche Gebäude sowie allgemeine Solar-Ausbauziele.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Auch in Städten wie Berlin muss ein Beitrag zum Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien geleistet werden. Insbesondere Neubauten kann eine Solaranlage bereits bei der Planung und Errichtung der Gebäude berücksichtigt werden.«

AfD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Aussage zur Solarpflicht bei Neubauten fehlt im Programm; belegt ist nur die allgemeine Kritik an wetterabhängigen Energiequellen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Solarstrom auf Dächern sichert keine Grundlast, sondern belastet die Netze. Bei Wetterlagen mit Hellbrise führt dies immer häufiger zu einer Überproduktion erneuerbarer Energien mit negativen Strompreisen. Dann müssen die Stromversorger viel Geld bezahlen, um den überschüssigen Strom loszuwerden. Wer privat eine Anlage auf seinem Dach nutzen will, beispielsweise, um sein E-Auto aufzuladen, kann dies gerne tun. Ein Solarzwang für alle Neubauten kommt für uns aber nicht in Frage.«

These 22 Umgang mit Rechtsextremismus

»Alle Lehrkräfte an Berliner Schulen sollen im Umgang mit Rechtsextremismus fortgebildet werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Schulen müssen Orte der Demokratie sein. Wir unterstützen Fortbildungen, um Lehrkräfte im Umgang mit jeglicher Form von Extremismus zu sensibilisieren. Lehrerinnen und Lehrer müssen in der Lage sein, extremistische Tendenzen - egal ob rechts, links oder religiös - frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.«

SPD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine verpflichtende Fortbildung aller Lehrkräfte zu Rechtsextremismus wird im Programm nicht konkret genannt.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir stärken Schule als Ort der Demokratiebildung. Fortbildungen zu Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus sind Teil unseres Bildungsansatzes. Alle Lehrkräfte sollen dafür qualifiziert werden. Rechtsextreme Jugendkultur behandeln wir auch sicherheitspolitisch als eigenständiges Phänomen und begegnen ihr mit gezielten Präventionsprogrammen.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Umgang mit Rechtsextremismus gehört zur demokratischen Grundbildung und muss deshalb systematisch in Aus- und Fortbildung von Lehrkräften verankert sein. Pädagogisches Personal sollte darin gestärkt werden, extremistische und diskriminierende Tendenzen frühzeitig zu erkennen, ihnen zu begegnen und demokratische Werte im Schulalltag zu vermitteln. Präventionsarbeit und Demokratiebildung sind dafür zentrale Bestandteile.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Aufgabe von Schule ist es, sich demokratiefeindlichen Akteur*innen aktiv entgegenzustellen und Schüler*innen zu mündigen Persönlichkeiten zu erziehen. Wir wollen die Schulgemeinschaften deshalb stärker dabei unterstützen, sich den Herausforderungen durch den gesellschaftlichen Rechtsruck zu stellen: durch Fortbildungen für alle Pädagog*innen (nicht nur Lehrkräfte!), durch Präventions- und Empowermentangebote für Schüler*innen und durch Leitlinien zum Umgang mit der extremen Rechten an Schule.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Lehrkräfte sind bereits heute verpflichtet, sich regelmäßig fortzubilden. Über den individuellen Fortbildungsbedarf sollten Schulen und Lehrkräfte im Rahmen der schulischen Eigenverantwortung selbst entscheiden können, seien dies Fortbildungen zu Rechtsextremismus, Linksextremismus, Islamismus oder zu Unterrichtsqualität und Klassenführung. Dabei muss sich das Fortbildungsangebot an den tatsächlichen Herausforderungen der Schulen orientieren.«

These 23 Schuldenbremse

»Berlin soll die Begrenzung der Neuverschuldung („Schuldenbremse“) einhalten.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Solide Haushaltspolitik und die Einhaltung der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse sind für uns eine Frage der Generationengerechtigkeit und bleiben Eckpfeiler für unsere zukünftigen Gestaltungsmöglichkeiten.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir fordern vom Bund die Abschaffung der Schuldenbremse. Solange die Schuldenbremse im Grundgesetz verankert ist, nutzen wir die Spielräume der Schuldenbremse aus, damit wir Investitionen in die Zukunft der Stadt auf einem hohen Niveau fortsetzen und gleichzeitig das bestehende strukturelle Defizit im Berliner Landeshaushalt deutlich verringern können. Eine starre Einhaltung der Schuldenbremse auf Kosten notwendiger Investitionen gefährdet die Zukunftsfähigkeit Berlins.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und legt sich fest: Einhaltung der Schuldenbremse, verbunden mit einer Reformforderung auf Bundesebene. Im Programm belegt ist nur die Ankündigung, bestehende rechtliche Kreditspielräume für eine Investitionsoffensive auszuschöpfen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Einhaltung der verfassungsrechtlichen Vorgaben zur Begrenzung der Neuverschuldung ist grundsätzlich sicherzustellen. Gleichzeitig braucht es jedoch ausreichende finanzielle Spielräume, um notwendige Investitionen in bezahlbare Mieten, Klimaschutz, Mobilität und soziale Infrastruktur zu ermöglichen. Eine starre Auslegung darf nicht dazu führen, dass Zukunftsaufgaben in Berlin dauerhaft unterfinanziert bleiben. Deshalb setzen wir uns für eine Reform auf Bundesebene ein.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Aktuell sind wir durch die Gesetzgebung auf Bundesebene gezwungen, die Schuldenbremse einzuhalten. Wir halten dieses Instrument aber für falsch und fordern seine Abschaffung, denn die Schuldenbremse verhindert Investitionen in die Zukunft. Sie ist ein Grund, weshalb in Deutschland zum Beispiel die Schulen und Brücken bröckeln, die Digitalisierung nicht vorankommt und der Ausbau von erneuerbaren Energien stockt.«

AfD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Berlin muss die Schuldenbremse endlich konsequent anwenden und die ausufernde Verschuldung beenden. Darüber hinaus sollte die Schuldenbremse in der Berliner Verfassung verankert werden, um Steuerzahler und zukünftige Generationen vor Überschuldung zu schützen. Die aktuelle Schuldenmacherei des schwarz-roten Senats ist unverantwortlich und in keiner Weise tragfähig.«

These 24 Entgelt in Behindertenwerkstätten

»Menschen mit Behinderungen, die in Behindertenwerkstätten arbeiten, sollen mindestens ein Entgelt in Höhe des gesetzlichen Mindestlohns erhalten.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns für eine bessere Bezahlung in Behindertenwerkstätten ein. Deshalb wollen wir Werkstattlohn und Werkstattteilhabegeld weiter stärken, damit Beschäftigte spürbar mehr Geld erhalten. Gleichzeitig müssen steigende Löhne für die Werkstätten wirtschaftlich tragfähig bleiben. Ein starres Mindestlohnmodell sehen wir deshalb kritisch, da die besonderen Rahmenbedingungen der Werkstätten nicht mit dem allgemeinen Arbeitsmarkt vergleichbar sind.«

SPD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Behindertenwerkstätten und ein dortiger Mindestlohn werden im Programm nicht konkret genannt.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir stehen für Inklusion und faire Entlohnung. Menschen mit Behinderungen verdienen gerechte Vergütung für ihre Arbeit. Das ist eine Frage der Würde und der sozialen Gerechtigkeit.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Das Programm fordert für Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt eine „angemessene Bezahlung“ und den Ausbau von Inklusionsunternehmen, nennt aber nicht ausdrücklich die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns für Werkstattbeschäftigte.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Menschen mit Behinderungen in Werkstätten sollen mindestens den gesetzlichen Mindestlohn erhalten. Gleichzeitig sehen wir das bestehende Werkstättensystem kritisch, da es in seiner heutigen Form oft zu wenig echte Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht. Deshalb wollen wir es schrittweise in Richtung inklusiver Arbeitsstrukturen weiterentwickeln, in denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten, fair entlohnt werden und existenzsichernde Rentenansprüche erwerben können.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir werden eine Bundesratsinitiative starten, um das Mindestlohngesetz so zu ändern, dass auch Beschäftigte in Werkstätten für Behinderte den Mindestlohn erhalten. Die Träger der Werkstätten sollen dabei mit den zusätzlichen Kosten nicht allein gelassen werden.«

AfD»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und konkretisiert ihre Ablehnung: Ein Mindestlohn überfordere die Werkstätten wirtschaftlich; als Alternative werden Direktzuschüsse vorgeschlagen. Beides nennt das Programm nicht.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Behindertenwerkstätten bieten Menschen mit Behinderungen sinnvolle Beschäftigung, Teilhabe und Struktur – angepasst an ihre Leistungsfähigkeit. Ein Mindestlohn würde viele Werkstätten wirtschaftlich überfordern, da sie nicht wie normale Betriebe produktiv sein können. Das Ergebnis wären Entlassungen und am Ende weniger Beschäftigte und weniger Inklusion. Stattdessen könnte das Entgelt der Beschäftigten durch Direktzuschüsse spürbar erhöht werden, ohne die Werkstätten in den Ruin zu treiben.«

These 25 Anwohnerparken

»Die Gebühren für das Anwohnerparken in Berlin sollen erhöht werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen die Berliner nicht zusätzlich finanziell belasten. Mobilität muss für alle bezahlbar bleiben, insbesondere für Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind. Statt einer massiven Gebührenerhöhung setzen wir auf intelligente Lösungen beim Parkraummanagement, um den Parkdruck in den Kiezen gezielt zu steuern, ohne Anwohner unverhältnismäßig zur Kasse zu bitten.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir erhöhen die Gebühren für Anwohnerparkausweise und investieren die Einnahmen zweckgebunden in ÖPNV, Rad- und Fußverkehr sowie in Kiezparkhäuser. Parkraumbewirtschaftungszonen bauen wir aus, entlasten Anwohnende bei der Parkplatzsuche und kontrollieren mit Scan-Cars effizienter. Zudem wollen wir Stellplätze von Supermärkten, Behörden und Parkhäusern außerhalb der Öffnungszeiten für Anwohner*innen nutzbar machen.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen die Gebühren für das Anwohner*innenparken an ein angemessenes Niveau anpassen, um mehr Gerechtigkeit in der Nutzung öffentlicher Flächen herzustellen. Es kann nicht sein, dass ein Jahr Parken im öffentlichen Raum kaum mehr kostet als ein einzelnes BVG-Tagesticket. Die Einnahmen sollen fair zwischen Land und Bezirken geteilt werden, um Spielräume für die Verkehrswende zu schaffen und zusätzlich in den Ausbau von Bus und Bahn zu investieren.«

Linke»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und kündigt eine allgemeine, kostendeckende Erhöhung der Anwohnerparkausweis-Gebühren an. Im Programm belegt sind nur eine Sondergebühr für SUVs sowie verstärkte Kontrollen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Gebühren für die Ausstellung der Anwohnerparkausweise decken die entstehenden Kosten längst nicht mehr und müssen daher moderat erhöht werden.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir halten es für falsch, dass die Bezirke immer mehr Verkehrsbewirtschaftungszonen ausweisen, nur um die betroffenen Anwohner immer stärker zur Kasse bitten und mehr Einnahmen generieren zu können. Wichtig ist die Digitalisierung und - damit verbunden - eine Kostensenkung der Anwohnervignetten. Die Anwohner sollten lediglich denjenigen Betrag bezahlen, den die verwaltungstechnische Bearbeitung der Vignetten kostet. Das Abzocken von Autofahrern muss endlich aufhören.«

These 26 Verbot religiöser Symbole in Justiz und Polizei

»Das Tragen religiöser Symbole soll für Beschäftigte der Berliner Justiz und Polizei weiterhin verboten sein.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Belegt ist das Verbot religiöser Symbole im Gerichtssaal; zu Beschäftigten der Polizei sagt das Programm an dieser Stelle nichts.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Staatliche Repräsentanten müssen weltanschaulich neutral auftreten. Gerade in sensiblen Bereichen wie der Justiz und der Polizei, die staatliche Autorität ausüben, ist diese Neutralität zwingend erforderlich, um das Vertrauen aller Bürger in eine unvoreingenommene Amtsführung zu gewährleisten. Am Neutralitätsgesetz halten wir deshalb fest.«

SPD»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir verteidigen die weltanschauliche Neutralität des Staates. Polizei und Justiz handeln im Namen aller Berliner*innen. Sie müssen deshalb sichtbar neutral auftreten, damit jede Person Vertrauen in die Unparteilichkeit staatlichen Handelns hat. Ein Verbot religiöser Symbole für Beschäftigte in Polizei und Justiz kann diese Neutralität im dienstlichen Auftreten sichern und Konflikte im sensiblen Bereich von Sicherheit und Recht vermeiden.«

Grüne»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir lehnen ein pauschales Verbot religiöser Symbole für Beschäftigte in Justiz und Polizei ab. Berlins Vielfalt soll sich auch im öffentlichen Dienst widerspiegeln. Deshalb wollen wir das Berliner Neutralitätsgesetz im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts abschaffen. Einschränkungen sollen nur dort gelten, wo sie im Einzelfall zum Schutz der staatlichen Neutralität erforderlich sind.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Auch wenn es neutral formuliert wird: Ein solches Verbot wird in der Praxis nur eine Bevölkerungsgruppe treffen. Wir lehnen es daher als diskriminierend ab.«

AfD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Durchsetzung der Neutralitätspflicht für Justiz und Polizei ist eine unverzichtbare Grundlage für ein funktionierendes Gemeinwesen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Andernfalls droht eine schleichende Islamisierung im öffentlichen Raum und ein massiver Vertrauensverlust der Bürger in staatliche Institutionen. Aus dem gleichen Grund setzen wir uns dafür ein, eine rechtssichere Lösung zu schaffen, um auch an Schulen das Tragen des Kopftuchs wieder uneingeschränkt untersagen zu können.«

These 27 Sozialwohnungen bei Neubauprojekten

»Bei größeren Neubauprojekten in Berlin soll mindestens die Hälfte der Wohneinheiten als Sozialwohnungen gebaut werden müssen.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Eine solche Quote gefährdet die Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten und hemmt den Neubau. Wir zeigen, dass es anders geht: 2025 wurden erneut mehr als 5.000 Sozialwohnungen bewilligt. Wir haben die WBS-Einkommensgrenzen angehoben, über 750 Millionen Euro fließen zusätzlich in die Wohnraumförderung. Sozialwohnungen sollen denjenigen zugutekommen, die sie wirklich benötigen. Das wollen wir künftig mit unbürokratischen Einkommensprüfungen bei Neuvermietungen sicherstellen.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen die Sozialwohnungsquote bei Neubauvorhaben von bisher 30 auf 50 Prozent erhöhen. Diese Vorgabe soll auch auf Gebiete ohne Bebauungsplan ausgeweitet werden. Wer in Berlin wohnt, soll sich das leisten können. Es braucht verbindliche Quoten, die sicherstellen, dass beim Neubau auch bezahlbare Wohnungen entstehen.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Berlin braucht mehr bezahlbare Wohnungen. Deshalb sollen im Rahmen der kooperativen Baulandentwicklung mindestens 50 Prozent der Neubauwohnungen sozial gebunden sein. Auch private Investoren müssen ihren Beitrag leisten.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Ja. Berechtigt zum Bezug einer Sozialwohnung sind zum Beispiel Single-Haushalte mit einem Jahreseinkommen bis 26.400 € oder Paare mit einem Kind und einem Jahreseinkommen bis 40.700 €. Darunter fallen über 60 % aller Berliner Haushalte. Auf 1,1 Mio. berechtigte Haushalte kommen weniger als 100.000 entsprechende Wohnungen. Das muss beim Neubau selbstverständlich berücksichtigt werden.«

AfD»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und konkretisiert eine Obergrenze von 30 Prozent. Im Programm belegt ist nur die grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Sozialwohnungsinstrument.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Eine Sozialwohnungsquote von über 50% wäre zu hoch. Sie würde den Mietwohnungsbau insgesamt lähmen und dadurch den allgemeinen Wohnraummangel verschärfen. Nur ein verträglicher Mix aus Mietwohnungen, Genossenschaftswohnungen und Eigentumswohnungen schafft lebenswerte Kietze und verhindert Ghettobildung und Verwahrlosung. Dabei sollte eine Sozialwohnungsquote von 30% nicht überschritten werden.«

These 28 Verbotsverfahren für extremistische Parteien

»Berlin soll sich dafür einsetzen, dass Verbotsverfahren gegen extremistische Parteien angestrebt werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir treten jeder Form von Extremismus – egal ob von links oder rechts – entgegen. Wenn Parteien gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung vorgehen und verfassungsfeindliche Ziele verfolgen, müssen Verbotsverfahren als letztes Mittel geprüft und angestrebt werden.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die SPD Berlin hat sich klar für die Initiierung eines AfD-Verbotsverfahrens ausgesprochen und im Abgeordnetenhaus einen Antrag zur "wehrhaften Demokratie" eingebracht. Dieser beauftragt den Senat, eine Bundesratsinitiative zur Prüfung der Verfassungswidrigkeit und des Verbots der Partei voranzutreiben.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns dafür ein, dass bei Vorliegen der Voraussetzungen nach dem Grundgesetz, konsequent ein Verbotsverfahren gegen extremistische Parteien geprüft und eingeleitet wird. Die Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch durch die Verfassungsschutzbehörden und das Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte unterstreicht die Dringlichkeit, die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten durch das Bundesverfassungsgericht klären zu lassen.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Ein Parteiverbot ist das schärfste Schwert der Demokratie, und zu Recht sind die Hürden dafür sehr hoch. Das im Juni 2026 veröffentlichte Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte hat aber gezeigt, dass die AfD nachweislich verfassungswidrig ist. Sobald eine Partei daran arbeitet, diese Demokratie zu beschädigen, oder Ziele verfolgt, die gegen die Menschenwürde verstoßen, muss auch deren Verbot angestrebt werden.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Vorwurf des Extremismus wird inflationär als politischer Kampfbegriff gebraucht, um politische Gegner zu stigmatisieren. Dabei stehen diejenigen, die anderen Extremismus unterstellen, nicht selten selbst im Verdacht, extremistischen Bestrebungen Vorschub zu leisten. Statt sich mit Extremismusvorwürfen zu überziehen, wäre es sinnvoller, die politischen Parteien würden sich inhaltlich miteinander auseinandersetzen.«

These 29 Kürzung von Leistungen

»Arbeitssuchenden sollen die Leistungen der Grundsicherung gekürzt werden, wenn sie Jobangebote ablehnen.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wer arbeiten kann, muss arbeiten. Das Prinzip Fordern und Fördern hat sich bewährt. Wer Grundsicherung erhält, muss vom ersten Tag an volle Unterstützung bekommen, um so schnell wie möglich wieder den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Gleichzeitig braucht es vom ersten Tag auch die Mitwirkung derjenigen, die Grundsicherung erhalten. Daher müssen Leistungen an die Mitwirkung der Empfänger geknüpft bleiben.«

SPD»Neutral«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Aussage wird der Komplexität des Themas nicht gerecht. Wir setzen auf Fördern statt Strafen. Wer Arbeit sucht, braucht Unterstützung, keine Kürzungen. Gleichzeitig gilt: Wer zumutbare Arbeit ohne Grund ablehnt, muss sich an Regeln halten. Die Grundsicherung ist Bundesrecht. Berlin setzt auf gute Beratung, Qualifizierung und passgenaue Vermittlung. Pauschale Sanktionen helfen selten.«

Grüne»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Position zu Sanktionen bei abgelehnten Jobangeboten im Rahmen der Grundsicherung selbst fehlt; belegt ist die Ablehnung von Sanktionen bei Miet-/Heizkostenzuschüssen und beim Leistungsausschluss im Asylbereich.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Grundsicherung sichert das verfassungsrechtlich garantierte Existenzminimum und darf nicht durch verschärfte Sanktionen gekürzt werden. Leistungskürzungen schaffen keine nachhaltige Integration in Arbeit, sondern treffen häufig Menschen in besonders schwierigen Lebenslagen. Statt Misstrauen und Strafmaßnahmen setzen wir auf individuelle Unterstützung, Qualifizierung und gute Vermittlung in existenzsichernde Beschäftigung.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Leistungskürzungen gefährden das Existenzminimum und die Menschenwürde, erst recht, wenn auch die Kosten der Unterkunft entfallen. Oft sind zudem Kinder und Angehörige mitbetroffen. Studien zeigen, dass Sanktionen die Arbeitsmarktintegration meist nicht verbessern, sondern Betroffene in prekäre und instabile Beschäftigung drängen. Statt Sanktionen braucht es den Abbau individueller Vermittlungshindernisse wie fehlender Qualifikation sowie gesundheitlicher oder psychischer Belastungen.«

AfD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wer zumutbare Jobangebote ablehnt, darf nicht dauerhaft mit der Solidarität der Allgemeinheit rechnen. Leistungskürzungen sind notwendig, um Missbrauch zu verhindern und den Anreiz zur Arbeitsaufnahme zu stärken. Solidarische Grundsicherung heißt Fördern und Fordern. Wer kann, muss seinen Beitrag leisten und darf nicht dauerhaft seinen Lebensunterhalt auf Kosten der Allgemeinheit bestreiten. Das ist sozial gerecht, schützt die Steuerzahler und sichert die Tragfähigkeit der Sozialsysteme.«

These 30 Deutsche Kolonialgeschichte

»Berlin soll eine zentrale Erinnerungsstätte zur Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte einrichten.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Neutral«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte ist wichtig. Ob dafür eine neue zentrale Erinnerungsstätte notwendig ist oder ob bestehende museale und wissenschaftliche Einrichtungen diese Aufgabe übernehmen und ausbauen sollten, ist im Dialog mit Experten zu erörtern.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir stehen für eine umfassende Erinnerungskultur. Die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte gehört dazu. Berlin als Hauptstadt trägt eine besondere Verantwortung für historische Aufarbeitung.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und benennt Konkretes: das Konzept „Kolonialismus erinnern“ mit einem zentralen Lern- und Erinnerungsort sowie die Koordinierungsstelle „Decolonize Berlin“. Im Programm belegt sind Rückgabe von Raubkunst/Gebeinen und Straßenumbenennungen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns für die Einrichtung einer zentralen Erinnerungsstätte zur Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte in Berlin ein. Das gesamtstädtische Erinnerungskonzept „Kolonialismus erinnern“ soll konsequent umgesetzt werden, einschließlich eines zentralen Lern- und Erinnerungsortes. Zudem wollen wir die Koordinierungsstelle „Decolonize Berlin“ stärken sowie Provenienzforschung in Museen und Hochschulen weiter ausbauen, um koloniale Geschichte umfassend aufzuarbeiten.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Als Austragungsort der sog. Afrika-Konferenz 1884/85 trägt Berlin in besonderem Maße die Zeichen des deutschen Kolonialismus. Straßen und Plätze tragen die Namen Verantwortlicher für Ausbeutung und Völkermord. Wir wollen eine Kommission zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes Berlins einsetzen, in der zivilgesellschaftliche Akteure die Umbenennung von Straßen und Plätzen aushandeln und das Gedenken im Stadtbild erweitern. Wir stärken das Team "Kolonialismus Erinnern" im Berliner Stadtmuseum.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Für die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte ist nicht Berlin, sondern die Bundesrepublik als Ganzes zuständig. Viele postkolonialen Initiativen sind in den vergangenen Jahren durch ein fehlendes Augenmaß bei ihren Forderungen („Decolonizing Christmas“) und durch eine starke antisemitische Schlagseite aufgefallen. Deshalb müssen alle mit Landesmitteln geförderten postkolonialen Projekte gestoppt und auf den Prüfstand gestellt werden.«

These 31 Gemeinschaftsschulen

»In Berlin soll es weitere Gemeinschaftsschulen geben, an denen Kinder bis zur 10. Klasse gemeinsam unterrichtet werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Gemeinschaftsschulen werden im Programm nicht namentlich erwähnt; stattdessen betont das Programm den Erhalt des gegliederten Schulsystems (Gymnasium) und lehnt »Experimente mit Schulformen« ab.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Jedes Kind hat unterschiedliche Begabungen und Fähigkeiten. Deswegen muss es unterschiedliche Lernangebote und Schulformen geben, damit alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Stärken und Fähigkeiten bestmöglich gefördert werden. Gemeinschaftsschulen betrachten wir als ein pädagogisches Angebot unter vielen.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir unterstützen Gemeinschaftsschulen als wichtige Schulform für gemeinsames Lernen und Chancengerechtigkeit. Die Gemeinschaftsschule ist unser Schulmodell der Zukunft. Daher verdoppeln wir die Zahl der Gemeinschaftsschulen.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen die Zahl der Gemeinschaftsschulen in Berlin verdoppeln. Grund- und Oberschulen sollen sich zu Gemeinschaftsschulen entwickeln können, damit Kinder gemeinsam von Einschulung bis Schulabschluss lernen. Das reduziert Übergangsstress und stärkt individuelle Förderung. Alle Gemeinschaftsschulen erhalten eine gymnasiale Oberstufe sowie zusätzliche Ressourcen. Beim Neubau setzen wir, wo möglich, auf dieses Modell.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»An Gemeinschaftsschulen lernen Schüler*innen wie in vielen anderen Ländern von der Einschulung bis zum Abschluss gemeinsam, ohne das Bangen um einen Oberschulplatz. Sie sorgen außerdem für mehr Bildungsgerechtigkeit in unserer Stadt, denn es gelingt ihnen, den Lernfortschritt von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Deshalb wollen wir in jedem Bezirk mindestens zwei neue Gemeinschaftsschulen auf den Weg bringen, inklusive eigener Oberstufe.«

AfD»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗Weder der Thesen-Begriff »Gemeinschaftsschule« noch die in der Begründung verwendete »Einheitsschule« kommen im Programm vor, nur die allgemeine Präferenz für ein nach Begabung differenziertes Schulsystem.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Idee der Einheitsschule folgt politischen Vorstellungen, ist aber pädagogisch nicht sinnvoll. Schüler sollten ihren unterschiedlichen Begabungen entsprechend in möglichst homogenen Lerngruppen unterrichtet werden.«

These 32 Ahndung illegaler Müllentsorgung

»Berlin soll mehr Personal für die Ahndung illegaler Entsorgung von Müll einsetzen.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir gehen konsequent gegen Vermüllung vor. Mit einem verschärften Bußgeldkatalog wird illegale Müllentsorgung heute deutlich härter bestraft, zudem fließen die Einnahmen aus Bußgeldern direkt an die Bezirke, um Kontrollen vor Ort zu stärken. Außerdem haben wir die Ordnungsämter gestärkt. Wir werden die Ordnungsämter weiter personell stärken, noch besser ausstatten, ihre Befugnisse weiter ausbauen und digitale Lösungen noch stärker zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten nutzen.«

SPD»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen „Müll-Sheriffs" in den Ordnungsämtern ein und verbessern die Zusammenarbeit mit Polizei und BSR. Illegale Müllentsorgung bekämpfen wir mit mehr Personal und einem neuen Transparenz- und Steuerungsmodell. Spielplätze sollen vermehrt von der BSR gereinigt werden.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Ein gezielter Ausbau von Personal zur Ahndung illegaler Müllentsorgung ist in den erfassten Programmzitaten nicht direkt belegt; unterstützt werden Präventionsmaßnahmen wie kostenfreie Sperrmüllabholung und der allgemeine Ausbau von Kiezläufer*innen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Berlin soll die personellen Kapazitäten zur Ahndung illegaler Müllentsorgung deutlich ausbauen und Kontrollen verstärken. Illegale Ablagerungen müssen konsequent verfolgt und sanktioniert werden. Gleichzeitig setzen wir auf Prävention durch mehr Präsenz im öffentlichen Raum, Aufklärung und dialogorientierte Ansprache vor Ort sowie auf den Ausbau bewährter Modelle wie Kiez- und Parkläufer*innen und gemeinsame Streifen von BSR und Ordnungsämtern.«

Linke»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Mehr Personal eigens für die Ahndung illegaler Müllentsorgung nennt das Programm nicht – nur vorbeugende Maßnahmen wie kostenlose Sperrmüllabholung und ausgeweitete Parkläufer*innen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Zur Vermeidung der illegalen Müllablagerung und für eine lebenswerte Stadt wollen wir die Angebote der Müllentsorgung ausweiten und nah bei den Menschen organisieren. Dadurch und durch verstärkte Kontrollen und Ahndungen versprechen wir uns eine erhebliche Verringerung der illegalen Ablagerungen.«

AfD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Berlin braucht dringend mehr Personal für die Ahndung illegaler Müllentsorgung, um der zunehmenden Vermüllung konsequent entgegentreten zu können. Die AfD fordert die Einführung von 24-Stunden Ordnungsämtern, mobile Einsatzteams zur schnellen Müllbeseitigung, Müll-Sheriffs zur Ermittlung der Verursacher und die Videoüberwachung an Müll-Hotspots. Die Verursacher müssen schnell ermittelt und hart bestraft werden. Sauberkeit und Ordnung sind keine Nebensache, sondern Grundlage für Lebensqualität.«

These 33 Entgeltfreier ÖPNV

»Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Berlin soll für alle entgeltfrei sein.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Aussage zu ÖPNV-Tarifen oder einem Sozialticket, wie in der Begründung genannt, enthält das Programm nicht — nur die allgemeine Kritik an einer pauschalen »Kostenlos-Stadt«.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Ein zuverlässiger, leistungsfähiger und attraktiver ÖPNV erfordert hohe Investitionen. Eine Kostenfreiheit würde die Qualität und den dringend nötigen Ausbau gefährden. Wir setzen auf bezahlbare Tarife und gezielte Entlastungen, wie das Sozialticket, statt auf einen komplett kostenlosen ÖPNV.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir wollen den ÖPNV für alle bezahlbar machen. Das Deutschlandticket hat viele Menschen zurück in Bus und Bahn gebracht. Wir fordern von Bund und Ländern, den Preis wieder auf 49 Euro zu senken. Entgeltfreiheit für alle würde Milliarden kosten, die wir für den dringend nötigen Ausbau und ein moderneres Netz brauchen. Schüler*innen und Azubis fahren weiterhin kostenlos – auch für Ehrenamtler*innen wollen wir ein kostenloses Deutschlandticket ermöglichen.«

Grüne»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und nennt das Fernziel eines vollständig entgeltfreien ÖPNV. Im Programm belegt sind die Rückkehr zum 9-Euro-Ticket, ein vergünstigtes Sozialticket und ein einkommensabhängiges Deutschlandticket.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Mobilität muss für alle bezahlbar und gut zugänglich sein. Kurzfristig setzen wir auf den BerlinPass für einkommensschwache Menschen sowie ein 9-Euro-Klimaticket. Wir unterstützen den Erhalt des Deutschlandtickets und streben langfristig eine Rückkehr zum 9-Euro-Preis an. Perspektivisch sind kostenfreie Angebote unser Ziel. Gleichzeitig bauen wir den ÖPNV aus und verbessern seine Qualität, damit Busse und Bahnen zuverlässig fahren.«

Linke»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗In ihrer Begründung gegenüber dem Wahl-O-Mat geht die Partei über ihr Programm hinaus und nennt das langfristige Ziel eines fahrscheinlosen ÖPNV für alle. Im Programm belegt sind vergünstigte oder kostenlose Tickets für einzelne Gruppen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Gewährleistung öffentlich zugänglicher Mobilität ist elementarer Bestandteil der Daseinsvorsorge. Daher setzen wir uns langfristig für einen fahrscheinlosen ÖPNV ein. Dieser wäre jedoch an verschiedene Voraussetzungen gebunden, zuvorderst an einen entsprechenden Ausbau der Kapazitäten des ÖPNV sowie ein tragfähiges Finanzierungsmodell, zum Beispiel durch solidarische Beitragsfinanzierung.«

AfD»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Ablehnung eines entgeltfreien ÖPNV (Nulltarif) fehlt; belegt sind nur das Ziel »bezahlbarer« Mobilität und Zugangsbeschränkungen für Personen ohne Fahrschein.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der ÖPNV stellt die wichtigste Form der Mobilität in einer Großstadt dar. Nur er ist in der Lage, viele Menschen kostengünstig und effektiv durch die Stadt zu bringen. Deshalb müssen eine bessere Taktung und Zuverlässigkeit, mehr Sicherheit und Sauberkeit sowie bessere Anbindungen auch in den Außenbezirken seine Attraktivität steigern. Eine generelle Entgeltfreiheit wäre hierbei kontraproduktiv und würde dem ÖPNV wichtige Finanzmittel entziehen.«

These 34 Ausländische Abschlüsse

»Die Verfahren zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen sollen beschleunigt werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir werden die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse beschleunigen und vereinfachen, damit qualifizierte Fachkräfte schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden können.«

SPD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Beschleunigung der Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse wird im Programm nicht konkret genannt.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir beschleunigen die Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Das nutzt den Betroffenen und dem Berliner Arbeitsmarkt gleichermaßen. Fachkräftesicherung beginnt mit der schnellen Anerkennung vorhandener Qualifikationen.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns für eine deutliche Beschleunigung der Anerkennung ausländischer Abschlüsse ein. Mit einer Taskforce „Anerkennung“ wollen wir Verfahren effizienter gestalten und stärker an der Fachkräftestrategie ausrichten. Anerkennungsverfahren sollen vereinfacht, transparenter und – insbesondere bei nicht-akademischen Berufen – an die Regelungen für akademische Abschlüsse angeglichen werden. Zudem wollen wir die Übernahme der Verfahrenskosten weiter ausweiten.«

Linke»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die Linke Berlin fordert gleichberechtigten Zugang zu Arbeit und Ausbildung für Geflüchtete unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Schnellere Anerkennungsverfahren sind dafür eine Grundvoraussetzung. Bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote sind zu erhalten und auszubauen.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Ob ein im Ausland, insbesondere ein außerhalb von EU und EWR erworbener Abschluss die hiesigen Anforderungen tatsächlich erfüllt, muss im Einzelfall sorgfältig geprüft werden. Herkunftsländer, Institutionen und Inhalte unterscheiden sich erheblich. Diese Prüfung lässt sich nicht durch politische Vorgaben beschleunigen, ohne die Maßstäbe der Prüfung abzusenken. Gründlichkeit geht hier vor Tempo.«

These 35 Militärische Forschung

»An den Hochschulen des Landes Berlin soll zu militärischen Zwecken geforscht werden dürfen.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Angesichts der globalen Sicherheitslage ist Forschung für unsere Verteidigungsfähigkeit unerlässlich. Hochschulen müssen die Freiheit haben, auch an sicherheitsrelevanten Themen zu forschen, um unsere Gesellschaft zu schützen. Die Zusammenarbeit zwischen Berliner Hochschulen und der Bundeswehr wollen wir daher stärken. Die Zivilklausel an Hochschulen werden wir abschaffen.«

SPD»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Eine ausdrückliche Erlaubnis militärischer Forschung an Hochschulen wird im Programm nicht konkret genannt.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen auf ein hohes Maß an Wissenschaftsfreiheit und sind überzeugt, dass unsere Hochschulen eigenständig die richtige Priorisierung vornehmen werden. Eine Einschränkung der Forschungsschwerpunkte durch die Politik lehnen wir ab.«

Grüne»Neutral«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Forschung an Hochschulen muss der Wissenschaftsfreiheit und der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft verpflichtet sein. Grundsätzlich liegt die Entscheidung über Forschungsprojekte bei den Hochschulen selbst. Zugleich setzen wir uns für eine klare Friedensbindung der Wissenschaft ein und unterstützen Zivilklauseln, die Forschung auf zivile Zwecke ausrichten. Mit mehr Transparenz bei drittmittelfinanzierter Forschung wollen wir ethische Standards stärken und Abhängigkeiten reduzieren.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir fordern eine strikte Zivilklausel an allen Berliner Hochschulen. Wissenschaft und Forschungsergebnisse sollten dazu beitragen, das Leben der Menschen zu verbessern, und nicht zur Entwicklung neuer Waffensysteme genutzt werden. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass sich die Hochschulen und Forschungsinstitute der friedlichen Entwicklung der Gesellschaft verpflichtet sehen, und setzen auf die Umsetzung und Ausweitung von Zivilklauseln.«

AfD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die gesinnungsethisch nachvollziehbare Entscheidung der TU Berlin zur Einführung einer Zivilklausel hält verantwortungsethischen Kriterien nicht stand. Militärische Forschung ist ein entscheidender Faktor bei der Sicherung der Einsatzfähigkeit unserer Streitkräfte. Wer sicherheitsrelevante Forschung grundsätzlich verweigert, untergräbt die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr. Deutschland kann bei militärischen Innovationen nicht nur Trittbrettfahrer ausländischer Forschung sein.«

These 36 Beauftragte für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

»In allen Berliner Bezirken soll es Beauftragte für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt geben.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗Die Aussage steht im Kontext einer allgemeinen Kritik an der bisherigen Koalitionspolitik, nicht als eigene positive Festlegung speziell zu Diversitätsbeauftragten in den Bezirken.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns für Respekt, Toleranz und den Schutz vor Diskriminierung ein. Dafür braucht es klare Regeln, deren konsequente Umsetzung und eine effiziente Verwaltung – nicht immer neue Stellen. Wir setzen gezielt auf schlanke Verwaltungsstrukturen. Zusätzliche Beauftragte sowie Doppelstrukturen zu den bereits bestehenden Antidiskriminierungsstellen lehnen wir deshalb ab.«

SPD»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir stehen für Akzeptanz und Schutz von LGBTIQ*-Menschen in allen Bezirken. Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sind ein wichtiges Instrument für ein diskriminierungsfreies Berlin.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns dafür ein, dass es in allen Berliner Bezirken Beauftragte für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gibt. Dafür wollen wir eine gesetzliche Grundlage schaffen und einheitliche Beratungs- und Unterstützungsangebote für LSBTIQ* in der gesamten Stadt sicherstellen. Unterstützung und Beratung dürfen nicht vom Wohnort abhängen, sondern müssen überall in Berlin verlässlich zugänglich sein.«

Linke»Stimme zu«
teilweise belegt Beleg ↗Flächendeckende Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in allen Bezirken nennt das Programm nicht – nur die Stärkung allgemeiner Antidiskriminierungsstellen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir befürworten Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in allen Berliner Bezirken. Einige haben diese Stellen bereits eingerichtet, das muss flächendeckend werden. Laut LSBTIQ+-Aktionsplan, an dem wir mitgewirkt haben, sind Queerbeauftragte zentral: Sie verbinden Bezirk und Senatsverwaltung, sichern Kommunikation und ermitteln Bedarfe vor Ort. Queerpolitik muss in der Fläche ankommen.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Bislang gibt es neben dem Landesbeauftragten bereits in der Hälfte der Bezirke Queer-Beauftragte. Weitere Beauftragte für sexuelle Vielfalt in Bezirken, die dafür bislang keine Notwendigkeit gesehen haben, halten wir nicht für erforderlich. Eine solche Stelle verpflichtend einzurichten, würde lediglich das teure Beauftragtenwesen weiter aufblähen. Stattdessen sollten Senat und Bezirke ihr Augenmerk auf die Erfüllung ihrer Kernaufgaben in den Bereichen Bildung, Sicherheit und Infrastruktur legen.«

These 37 Randbebauung des Tempelhofer Felds

»Auf dem Tempelhofer Feld sollen Randflächen bebaut werden.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir bekennen uns klar zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes. Angesichts der massiven Wohnungsnot in Berlin bietet diese landeseigene Fläche eine einmalige Chance, bezahlbaren Wohnraum für tausende Menschen sowie notwendige soziale Infrastruktur zu schaffen, während der weit überwiegende Teil des Feldes als Erholungs- und Freifläche erhalten bleibt.«

SPD»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir erhalten das Feld in seiner heutigen Funktion, entwickeln es behutsam weiter und verbessern die Aufenthaltsqualität. Wohnungen am Feldrand kommen nicht in Frage, solang die bisherigen Flächen in Berlin ungenutzt sind – Vorrang haben bestehende Baupotenziale. Im Umfeld des Flughafengebäudes setzen wir auf landeseigenen und genossenschaftlichen Wohnungsbau, ohne in das Feld einzugreifen.«

Grüne»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Das Tempelhofer Feld ist für Berlin als Freifläche unverzichtbar. Die Mehrheit der Berliner*innen hat sich in einem Volksentscheid gegen eine Bebauung ausgesprochen, das ist für uns bindend. Deshalb lehnen wir jede Bebauung – auch von Randflächen – ab. Das Feld bleibt ein weltweit einzigartiger Ort für Erholung, Sport, Kultur und soziales Miteinander sowie wichtig für Umwelt und Stadtklima. Statt Bebauung wollen wir das Flughafengebäude als Kultur- und Kreativort weiterentwickeln.«

Linke»Stimme nicht zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Das Tempelhofer Feld freizuhalten, ist Ergebnis eines Volksentscheides, den wir respektieren und einhalten wollen. Zudem: Auf dem Tempelhofer Feld entstünde aufgrund der immensen Erschließungskosten hochpreisiger Wohnraum, der frühestens in zehn Jahren zur Verfügung stünde. Alternative Orte und Maßnahmen schaffen kurz- und mittelfristig preiswerteren Wohnraum. Es droht überdies, dass die ÖPNV-Infrastruktur erst weit nach der ersten Bezugsfertigkeit der Wohnungen kommen würde.«

AfD»Stimme nicht zu«
teilweise belegt Beleg ↗Das Tempelhofer Feld selbst wird im Programm nicht erwähnt, nur die allgemeine Position gegen Flächenversiegelung und für den Erhalt von Grünflächen.
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Der Volksentscheid hat eine Mehrheit gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes erbracht. Daran fühlen wir uns gebunden. Ohne einen neuen, geänderten Volksentscheid kommt daher für die AfD eine Bebauung nicht in Frage. Zudem wären die Kosten für Altlastenbeseitigung, Neuerschließung und Bebauung weit höher als in zahlreichen bereits in Entwicklung befindlichen Berliner Neubaugebieten. Daher sind diese Gebiete prioritär voranzubringen, statt Phantomdebatten um das Tempelhofer Feld zu führen.«

These 38 Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk

»Das Zünden von privatem Silvesterfeuerwerk soll in ganz Berlin verboten sein.«

Deckt das Programm die Antwort? — die Prüfung je Partei
CDU»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir lehnen ein generelles Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk ab. Für viele Menschen gehört Feuerwerk zum Jahreswechsel dazu. Gleichzeitig sehen wir die zunehmende Gewalt und den Missbrauch illegaler Feuerwerkskörper mit großer Sorge. Deshalb unterstützen wir gezielte Böllerverbotszonen an besonders sensiblen Orten und Kriminalitätsschwerpunkten sowie konsequente Kontrollen und harte Strafen für Chaoten.«

SPD»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Die SPD Berlin setzt sich dafür ein, privates Feuerwerk im Stadtgebiet grundsätzlich soweit möglich zu untersagen. Böller gefährden Einsatzkräfte, Menschen und Tiere und belasten die Umwelt. Als Alternative sollen die Bezirke professionelle Feuerwerke anbieten. Ein stadtweites Verbot braucht eine bundesrechtliche Grundlage. Dafür setzen wir uns ein. Berlin soll Silvester feiern, aber sicher und gemeinsam.«

Grüne»Stimme zu«
im Programm belegt Beleg ↗
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns für ein berlinweites Verbot privaten Silvesterfeuerwerks ein. Damit schützen wir Mensch, Tier und Umwelt vor Lärm, Verletzungen und Luftverschmutzung. Stattdessen sollen zentrale, organisierte und umweltfreundliche Licht- und Drohnenshows als sichere und gemeinschaftliche Alternative angeboten werden.«

Linke»Stimme zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Wir setzen uns auf Bundesebene für ein umfassendes Böllerverbot ein. Privates Silvesterfeuerwerk führt zu einer Vielzahl von Verletzungen und Bränden. Tiere leiden unter dem Lärm und Feuerwerk ist eine erhebliche Belastung für die Umwelt und Sauberkeit der Stadt.«

AfD»Stimme nicht zu«
im Programm nicht enthalten
Begründung der Partei im Wahl-O-Mat

»Ein pauschales Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk in ganz Berlin wäre unverhältnismäßig und würde zahlreiche friedliche Feiernde wegen einer kleinen gewaltbereiten Minderheit in ihrer Handlungsfreiheit einschränken. Statt allgemeiner Verbote braucht es konsequentes Vorgehen gegen Täter sowie gezielte Beschränkungen von Feuerwerk an besonders gefährdeten Orten.«