Einordnung der Redaktion auf Basis der oben belegten Antworten —
beschrieben wird das angestrebte Handeln der Parteien, keine Wirkungsprognose.
Zur Methodik.
Bei militärisch nutzbarer Forschung an Hochschulen trennt die Parteien vor allem, ob die bestehenden Zivilklauseln bestehen bleiben oder fallen sollen. CDU und AfD wollen Hochschulforschung stärker für Sicherheits- und Verteidigungszwecke öffnen: Die CDU benennt das Instrument konkret und will die Zivilklausel an Hochschulen abschaffen sowie eine ›engagierte Offenheit‹ für Forschung mit Dual-Use-Charakter fördern, die AfD warnt allgemeiner davor, dass eine Verweigerung sicherheitsrelevanter Forschung die Verteidigungsfähigkeit schwäche und Deutschland bei militärischen Innovationen nicht bloßer Trittbrettfahrer sein dürfe, ohne selbst ein Instrument zu benennen. Die Linke steht auf der Gegenseite: Sie lehnt die Umwandlung ziviler in Rüstungsforschung ab und will die bestehenden Zivilklauseln an Hochschulen beibehalten und ausweiten. Die SPD spricht in ihrem Programm allgemein von Unterstützung für Sicherheitsforschung im Rahmen nationaler und europäischer Programme, ohne die Zivilklausel oder militärische Zwecke der Forschung anzusprechen. Die Grünen äußern sich zu dieser Frage nicht.
Muster der Positionen: Zwei Richtungen
Öffnung für militärisch nutzbare Forschung
Zivilklausel für ausschließlich zivile Forschung
SPD: äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage — Die SPD spricht in ihrem Programm allgemein von Unterstützung für Sicherheitsforschung im Rahmen nationaler und europäischer Programme, ohne die Zivilklausel oder militärische Zwecke der Forschung anzusprechen.Ohne Aussage: GrüneDie CDU benennt mit der Abschaffung der Zivilklausel ein konkretes Instrument, die AfD warnt allgemeiner vor einer Verweigerung sicherheitsrelevanter Forschung, ohne selbst ein Instrument zu nennen.Punkte = Parteien in ihren Farben ( CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD); hohl = ohne Aussage; halb gefüllt = äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage.
Grundlage: »Bei militärisch nutzbarer Forschung an Hochschulen trennt die Parteien vor allem, ob die bestehenden Zivilklauseln bestehen bleiben oder fallen sollen.«