Einordnung der Redaktion auf Basis der oben belegten Antworten —
beschrieben wird das angestrebte Handeln der Parteien, keine Wirkungsprognose.
Zur Methodik.
Bei der Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände positioniert sich nur die Linke substanziell dafür: Sie bekennt sich zur vollständigen Umsetzung des Volksentscheids und kündigt ein Vergesellschaftungsgesetz mit Zeitplan-Bindung an jede Regierungsbeteiligung an. Die Grünen erwähnen Vergesellschaftung nur als Ultima-Ratio-Konsequenz eines schärferen Leerstandsgesetzes, nicht als eigenständige Position zur Überführung privater Bestände. CDU und AfD lehnen sie rhetorisch als „Enteignung" ab, ohne die verfassungsrechtliche Frage nach Art. 15 GG, die Entschädigungshöhe oder die Befunde der Berliner Expertenkommission und der Gegengutachten inhaltlich aufzugreifen. Das Programm der SPD enthält zur Vergesellschaftung großer privater Bestände keine Aussage.
Muster der Positionen: Zwei Richtungen
Vergesellschaftungsgesetz mit verbindlichem Zeitplan
Vergesellschaftung als Enteignung ablehnen
Grüne: äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage — Die Grünen erwähnen Vergesellschaftung nur als Ultima-Ratio-Konsequenz eines schärferen Leerstandsgesetzes, nicht als eigenständige Position zur Überführung privater Bestände.Ohne Aussage: SPDDie Grünen erwähnen Vergesellschaftung nur als mögliche Ultima-Ratio-Konsequenz eines schärferen Leerstandsgesetzes, nicht als eigenständige Position für oder gegen die Überführung privater Bestände, und werden daher hier nicht in eine Richtung eingeordnet; CDU und AfD lehnen sie rhetorisch als „Enteignung" ab, ohne die verfassungsrechtliche Frage nach Art. 15 GG inhaltlich aufzugreifen.Punkte = Parteien in ihren Farben ( CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD); hohl = ohne Aussage; halb gefüllt = äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage.
Grundlage: »Die Grünen erwähnen Vergesellschaftung nur als Ultima-Ratio-Konsequenz eines schärferen Leerstandsgesetzes, nicht als eigenständige Position zur Überführung privater Bestände.«