Einordnung der Redaktion auf Basis der oben belegten Antworten —
beschrieben wird das angestrebte Handeln der Parteien, keine Wirkungsprognose.
Zur Methodik.
Bei Barrierefreiheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderung trennt die Parteien vor allem die Reichweite des Barriereabbaus und die Rolle der Werkstätten. Die SPD setzt auf konsequenten Barriereabbau nach dem Prinzip »Design für alle« und auf Teilhabe-Instrumente wie einen Fonds Soziales Berlin, Flexibudgets und Bürokratieabbau, ohne die Werkstattfrage anzusprechen. Grüne und Linke benennen jeweils nur einen Teilaspekt — die Grünen die Stärkung der Behindertenbeiräte, die Linke ein programmatisches Bekenntnis zur UN-Behindertenrechtskonvention — ohne eigenes Instrument zu Werkstätten, Entgeltsystem oder Übergangsquote. Die CDU will Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt und Werkstätten zugleich stärken und richtet dafür eine Arbeitgeber-Beratungsstelle ein. Die AfD grenzt die Reichweite von Barrierefreiheit ausdrücklich ein (»mit Augenmaß«) und verteidigt das bestehende Werkstattmodell gegen dessen Infragestellung als Instrument der Teilhabe.
Muster der Positionen: Verschiedene Ansätze
Die Programme weisen weder in eine gemeinsame noch in zwei entgegengesetzte Richtungen — sie setzen an verschiedenen Stellen an.
Alle fünf Parteien sind positioniert, aber die Synthese zeigt keine klare Zweiergruppierung: Unterschiede liegen in der Reichweite des Barriereabbaus (»konsequent« vs. »mit Augenmaß«) und im Zuschnitt der Werkstattfrage (CDU stärkt beides, AfD verteidigt das Werkstattmodell gegen eine nicht näher benannte Infragestellung, Grüne/Linke/SPD benennen nur Teilaspekte ohne eigenes Werkstatt-Instrument).Punkte = Parteien in ihren Farben ( CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD); hohl = ohne Aussage; halb gefüllt = äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage.
Grundlage: »Die AfD grenzt die Reichweite von Barrierefreiheit ausdrücklich ein (»mit Augenmaß«) und verteidigt das bestehende Werkstattmodell gegen dessen Infragestellung als Instrument der Teilhabe.«