Was sagen die Parteien nicht? › Die Linke ›
Was die Linke nicht beantwortet
Von 192 Sachfragen des gemeinsamen Katalogs bleiben im Programm der Linke 24 ohne Antwort oder kommen nur als rhetorische Abgrenzung vor. Jede Einstufung nennt die Prüfung, auf der sie beruht.
Bildung
fehlt Was sagen die Parteien zu geschlechtergerechter Sprache in Schule und Bildung?
Keine Fundstelle im Bildungsteil oder in den geprüften Nachbarfeldern thematisiert geschlechtergerechte Sprache oder deren wissenschaftliche Wirkungsforschung im Bildungskontext. Geprüfte Suchbegriffe: 'gendergerecht', 'geschlechtergerecht', 'Gendersprache', 'Sonderzeichen' – ohne Treffer.
Demokratie
fehlt Was planen die Parteien für digitale Bürgerbeteiligung? — Wie offen sollen Verwaltungsdaten zugänglich sein?
Im Programm der Linken findet sich keine Aussage zu Bürgerbeteiligungsplattformen oder offenen Verwaltungsdaten.
fehlt Was wollen die Parteien tun, damit Gerichte vor politischem Einfluss geschützt bleiben?
Nach den Begriffen »Bundesverfassungsgericht«, »Resilienz«, »Amtszeit«, »Wiederwahlausschluss«, »Richterwahl im Grundgesetz« und »Zwei-Drittel-Mehrheit« durchsucht: Es finden sich nur Fundstellen zur Berliner Landesjustiz, aber keine Aussage zur verfassungsrechtlichen Absicherung des Bundesverfassungsgerichts gegen politische Vereinnahmung.
fehlt Was wollen die Parteien beim Berliner Neutralitätsgesetz? — Soll das Tragen religiöser Symbole bei Justiz, Polizei und in der Schule weiter eingeschränkt bleiben?
Zum Neutralitätsgesetz und zum Tragen religiöser Symbole bei Justiz, Polizei oder in der Schule äußert sich das Programm der Linken nicht.
Familie
fehlt Was wollen die Parteien bei der Sexualaufklärung an Schulen?
Im Programm der Linken findet sich keine Aussage zur Sexualaufklärung an Schulen oder zur altersgerechten Aufklärung über Familien- und Lebensformen.
fehlt Was wollen die Parteien beim Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen?
Im Programm der Linken findet sich keine Aussage zum Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen.
Gesundheit
fehlt Was sagen die Parteien zur elektronischen Patientenakte? — Wie gehen sie mit Datenschutz-Bedenken um?
Im Programm der Linken findet sich keine Aussage zur elektronischen Patientenakte, zur Telematikinfrastruktur oder zum Datenschutz dabei.
fehlt Was sagen die Parteien zur Sicherheit und Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe?
Kein Beleg beantwortet die Kernfrage zu Sicherheit/Wirksamkeit der COVID-19-mRNA-Impfstoffe; die einzige themennahe Fundstelle spricht nur allgemein sinkende Impfquoten und Kampagnen an, ohne COVID/mRNA-Bezug.
Innere Sicherheit
fehlt Was sagen die Parteien zu härteren Strafen gegen Kriminalität? — Setzen sie eher auf mehr Entdeckungsrisiko als auf höhere Strafen?
Das Programm der Linken äußert sich nicht dazu, ob höhere Strafen die Kriminalität senken oder ob ein höheres Entdeckungsrisiko der wirksamere Hebel wäre.
fehlt Was sagen die Parteien zu den Ursachen von Jugendkriminalität? — Sehen sie eher soziale Not oder Herkunft als Grund?
Zu den Ursachen von Jugendkriminalität – etwa soziale Not im Verhältnis zu Herkunft – äußert sich das Programm der Linken nicht. Eine vorhandene Passage zu Risikofaktoren für rechtsextreme Radikalisierung gehört inhaltlich zur Nachbar-Sachfrage ›Was planen die Parteien gegen politisch motivierte Gewalt und Extremismus?‹, beantwortet aber nicht die allgemeine Ursachenfrage zu Jugendkriminalität.
fehlt Wie gehen die Parteien mit Kriminalitätsstatistiken nach Nationalität um? — Berücksichtigen sie deren methodische Grenzen?
Keine Fundstelle thematisiert die Polizeiliche Kriminalstatistik, Tatverdächtigenanteile nach Nationalität oder deren methodische Vergleichbarkeit mit Bevölkerungsanteilen (Mehrfachtatverdacht, Anzeigeverhalten, aufenthaltsrechtliche Delikte).
Justiz
fehlt Was wollen die Parteien beim Jugendstrafrecht ändern? — Soll die Strafmündigkeit oder der Warnschussarrest angepasst werden?
Im Programm der Linken findet sich zum Jugendstrafrecht keine Aussage – weder zur Strafmündigkeit noch zum Warnschussarrest.
Klima & Energie
fehlt Wie gehen die Parteien mit dem wissenschaftlichen Stand zum menschengemachten Klimawandel um?
Das Programm der Linken benennt weder den Stand der Attributionsforschung noch den Grad der wissenschaftlichen Übereinstimmung zum menschengemachten Klimawandel. Die Klimakrise wird als gegeben vorausgesetzt, ohne den wissenschaftlichen Konsens selbst zu thematisieren.
fehlt Was sagen die Parteien zu den Kosten von Klimaschäden im Vergleich zu den Kosten des Klimaschutzes?
Keine Fundstelle stellt volkswirtschaftliche Schäden durch unterlassenen Klimaschutz den Transformationskosten gegenüber. Das Programm nennt zahlreiche Transformationsmaßnahmen und deren Kosten, aber keine explizite Kosten-Nutzen-Abwägung mit dem Nicht-Handeln.
Kultur
fehlt Wie stehen die Parteien zur Klärung der Herkunft von Museumsobjekten aus Raubkunst und Kolonialzeit?
Zur Herkunftsklärung und Rückgabe von Museumsobjekten aus Raubkunst- oder Kolonialkontexten äußert sich das Programm der Linken nicht. Vorhandene Aussagen zur kolonialen Vergangenheit betreffen nur Erinnerungsarbeit wie Gedenkorte, nicht die Klärung konkreter Sammlungsobjekte.
fehlt Soll die Verwaltung geschlechtergerechte Sprache mit Sonderzeichen verwenden dürfen? — Wie stehen die Parteien zur Gendersprache in der amtlichen Kommunikation?
Das Programm der Linken äußert sich zur Verwendung von Gendersprache mit Sonderzeichen im öffentlichen Sprachgebrauch nicht.
Landwirtschaft
fehlt Was wollen die Parteien gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tun?
Das Programm der Linken äußert sich nicht zur Verschwendung von Lebensmitteln, etwa zu Containern, Spendepflichten oder Verteilstationen wie Kiez-Boxen.
Migration & Integration
fehlt Was wollen die Parteien tun, damit Kinder aus Einwandererfamilien in der Schule aufholen?
Bildungserfolg oder Bildungsaufstieg der zweiten Migrant*innengeneration wird in keiner Fundstelle behandelt.
fehlt Was sagen die Parteien zu den Kosten und dem Nutzen von Zuwanderung für Steuern und Sozialkassen?
Keine der vorliegenden Fundstellen spricht Steueraufkommen, Sozialversicherungsbeiträge oder fiskalische Kosten/Erträge von Zuwanderung an. Das Programm rahmt Migration durchgehend menschenrechtlich-verteilungspolitisch, nie fiskalisch.
nur ablehnend Was wollen die Parteien tun, um über Zuwanderung fehlende Fachkräfte zu gewinnen?
Die Fundstelle beantwortet nicht, wie über Zuwanderung Fachkräfte gewonnen werden sollen, sondern weist die zugrundeliegende Nützlichkeits-Logik als Rassismus zurück. Der Frage wird damit nur ablehnend begegnet, keine eigene Position zur Fachkräftedeckung erkennbar.
fehlt Wie wollen die Parteien Zuwanderung nutzen, um die alternde Bevölkerung auszugleichen?
Demografischer Wandel, Alterung oder die Ausgleichsfunktion von Nettozuwanderung kommen in keiner Fundstelle vor.
fehlt Was wollen die Parteien tun, um Unternehmensgründungen von Zugewanderten zu fördern?
Migrantisches Unternehmertum oder überdurchschnittliche Gründungsaktivität von Menschen mit Migrationsgeschichte werden in keiner Fundstelle behandelt.
Wirtschaft
fehlt Was wollen die Parteien gegen den Fachkräftemangel tun? — Welche Ursachen benennen sie außer Zuwanderung?
Die zunächst zugeordneten Aussagen – Anerkennung ausländischer Kammerabschlüsse, Qualifizierungsvereinbarungen, Weiterbildungs- und Ausbildungsverbünde, Ausbildungsumlage – benennen keine Ursachen des Fachkräftemangels, sondern Instrumente zur Qualifizierung und Aktivierung inländischer Potenziale; sie gehören zur Nachbar-Sachfrage ›Wie wollen die Parteien fehlende Fachkräfte gewinnen? — Eher durch Zuwanderung oder durch mehr Menschen hier zu qualifizieren?‹. Weder demografischer Wandel noch die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren noch der Rückgang von Ausbildungsverträgen werden als Ursache benannt.
Wohnen & Mieten
nur ablehnend Was wollen die Parteien tun, damit mehr Menschen eine eigene Wohnung besitzen können?
Wohneigentum kommt im Programm ausschließlich als etwas vor, das eingedämmt werden soll (dauerhafter Ausschluss der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen), nicht als eigene Sachfrage zu Entwicklung, sozialer Verteilung oder Zugangserleichterung für Erst- bzw. jüngere Käuferhaushalte.