CDU
fehlt
Das Programm der CDU behandelt Unternehmensgründungen von Menschen mit Migrationsgeschichte nicht; die Passagen zur Fachkräftezuwanderung beziehen sich im Programm auf abhängige Beschäftigung, nicht auf Gründungstätigkeit.
Themenfelder › Migration & Integration ›
Sachfrage: Migrantisches Unternehmertum
Überdurchschnittliche Gründungsaktivität von Menschen mit Migrationsgeschichte — 2024 hatten 30 % aller Existenzgründerinnen und -gründer eine Einwanderungsgeschichte (rund 178.000 von 585.000 Gründungen), bei einem Bevölkerungsanteil von rund 27 %; ihr Gründungsinteresse liegt mit 44 % deutlich über dem der Gesamtbevölkerung (30 %), auch wenn 37 % das Gründerimage in Deutschland als Hürde empfinden (Gesamtbevölkerung: 24 %).
KfW Research, »Personen mit Einwanderungsgeschichte empfinden Gründerimage in Deutschland häufig als problematisch« (Pressemitteilung, 09.01.2026); ergänzend »Jede fünfte Gründung in Deutschland durch Migrantinnen und Migranten« (Pressemitteilung, 27.11.2023).
fehlt
Das Programm der CDU behandelt Unternehmensgründungen von Menschen mit Migrationsgeschichte nicht; die Passagen zur Fachkräftezuwanderung beziehen sich im Programm auf abhängige Beschäftigung, nicht auf Gründungstätigkeit.
substanziell
»Wer erheblich investieren und ein Unternehmen gründen will, das zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen kann, sollte ein beschleunigtes „Unternehmensgründungsvisum“ erhalten.« Beleg ↗
Das Programm benennt ein konkretes, eigens dafür geschaffenes Instrument — ein beschleunigtes Gründungsvisum —, das direkt auf die Kernfrage antwortet, was die Partei zur Förderung von Unternehmensgründungen Zugewanderter tun will. Dass sich das Instrument primär an neu einreisende Gründer*innen statt an bereits ansässige Migrant*innen richtet, ändert nichts an der klaren instrumentellen Positionierung zur gestellten Frage.
fehlt
Keine Fundstelle behandelt Gründungsaktivität oder Selbstständigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichte; auch die migrationsnahen Wirtschafts-Fundstellen betreffen abhängige Beschäftigung.
fehlt
Migrantisches Unternehmertum oder überdurchschnittliche Gründungsaktivität von Menschen mit Migrationsgeschichte werden in keiner Fundstelle behandelt.
fehlt
Keine Passage verknüpft Gründungsaktivität mit Migrationsgeschichte. Das Kapitel Wirtschaft & Soziales spricht Gründungsförderung mehrfach an, aber ausschließlich allgemein bzw. mit Fokus auf Handwerk und Mittelstand, ohne Bezug zu migrantischem Unternehmertum als eigener Dimension.
Einordnung der Redaktion auf Basis der oben belegten Antworten — beschrieben wird das angestrebte Handeln der Parteien, keine Wirkungsprognose. Zur Methodik.
Migrantisches Unternehmertum als eigene Dimension der Gründungsförderung kommt nur bei der SPD vor; CDU, Linke, Grüne und AfD äußern sich hierzu nicht, auch dort nicht, wo sie Gründungsförderung oder Fachkräftezuwanderung sonst behandeln. Die SPD benennt mit einem beschleunigten Unternehmensgründungsvisum ein konkretes Instrument, das sich jedoch primär an neu einreisende Investoren und Gründer richtet, nicht an die überdurchschnittlich gründungsaktive, bereits ansässige Bevölkerung mit Migrationsgeschichte. Die AfD spricht Gründungsförderung zwar mehrfach an, aber ausschließlich allgemein mit Fokus auf Handwerk und Mittelstand, ohne migrantisches Unternehmertum als eigene Kategorie zu führen. Für vier der fünf Parteien bleibt die überdurchschnittliche Gründungsaktivität von Menschen mit Einwanderungsgeschichte damit programmatisch unadressiert.
Muster der Positionen: Zu wenige Positionen für ein Muster
Ohne Aussage: CDU, Grüne, Linke, AfDPunkte = Parteien in ihren Farben ( CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD); hohl = ohne Aussage; halb gefüllt = äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage.
Grundlage: »Migrantisches Unternehmertum als eigene Dimension der Gründungsförderung kommt nur bei der SPD vor; CDU, Linke, Grüne und AfD äußern sich hierzu nicht, auch dort nicht, wo sie Gründungsförderung oder Fachkräftezuwanderung sonst behandeln.«