CDU
fehlt
Das Programm der CDU erwähnt die Polizeiliche Kriminalstatistik, Tatverdächtigenanteile nach Nationalität oder methodische Einschränkungen solcher Statistiken an keiner Stelle.
Themenfelder › Innere Sicherheit ›
Sachfrage: Methodische Grenzen der PKS bei Nationalitäts-Vergleichen
Rohe Tatverdächtigenanteile nach Nationalität aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sind ohne Kontrolle für Alters- und Geschlechtsstruktur, Mehrfachtatverdacht, Anzeigeverhalten und aufenthaltsrechtlich bedingte Straftatbestände (die nur von Ausländern begangen werden können, z. B. Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz) nicht direkt mit dem Bevölkerungsanteil vergleichbar — ein einfacher Quotient aus Tatverdächtigenanteil und Bevölkerungsanteil überzeichnet den tatsächlichen Kriminalitätsunterschied.
Bundeskriminalamt (BKA), methodische Hinweise zur PKS (u. a. jährlicher PKS-Bundeslagebild-Bericht, Kapitel zu 'Kriminalität im Kontext von Zuwanderung'); Mediendienst Integration, Faktencheck 'Kriminalität und Zuwanderung'; Christian Pfeiffer/Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN), Analysen zur Verzerrung durch Alters- und Geschlechtsstruktur sowie Anzeigeverhalten bei migrantischen Tatverdächtigen.
fehlt
Das Programm der CDU erwähnt die Polizeiliche Kriminalstatistik, Tatverdächtigenanteile nach Nationalität oder methodische Einschränkungen solcher Statistiken an keiner Stelle.
fehlt
Keine der Fundstellen thematisiert die Polizeiliche Kriminalstatistik, Tatverdächtigenanteile nach Nationalität oder deren methodische Grenzen (Alters-/Geschlechtsstruktur, Anzeigeverhalten, aufenthaltsrechtliche Delikte).
teilweise
»neben der Polizeilichen Kriminalstatistik den Berliner Periodischen Sicherheitsbericht ein, der nicht nur die Anzahl der Taten analysiert, sondern auch deren Ursachen« Beleg ↗
»Ablehnung von ›Herkunftsdebatten‹ als polizeiliche/politische Maßgabe« Beleg ↗
Das Programm erkennt mit dem neuen Sicherheitsbericht implizit einen Erklärungsbedarf jenseits roher PKS-Zahlen an und lehnt Herkunftsdebatten als Handlungsmaßgabe ab. Eine explizite methodische Kritik an Tatverdächtigenquotienten nach Nationalität (Alters-/Geschlechtsstruktur, Mehrfachtatverdacht, Anzeigeverhalten, aufenthaltsrechtliche Delikte) fehlt jedoch; geprüft wurden »PKS«, »Tatverdächtige«, »Nationalität«, »Kriminalstatistik« ohne direkten Treffer.
fehlt
Keine Fundstelle thematisiert die Polizeiliche Kriminalstatistik, Tatverdächtigenanteile nach Nationalität oder deren methodische Vergleichbarkeit mit Bevölkerungsanteilen (Mehrfachtatverdacht, Anzeigeverhalten, aufenthaltsrechtliche Delikte).
fehlt
»Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist seit Jahren aus, dass Nichtdeutsche unter den ermittelten Tatverdächtigen weit überproportional vertreten sind, insbesondere bei Gewalt- und Sexualdelikten.« Beleg ↗
»Angesichts der stark gestiegenen Zahl der Tatverdächtigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist insbesondere die organisierte Kriminalität überwiegend importierte Kriminalität.« Beleg ↗
Das Programm zitiert die Kriminalstatistik nach Staatsangehörigkeit mehrfach als unmittelbaren Beleg – etwa die "weit überproportionale" Vertretung von Nichtdeutschen bei Gewalt- und Sexualdelikten – und schließt daraus direkt auf eine "überwiegend importierte Kriminalität" sowie auf Migration als wesentliche Ursache der städtischen Kriminalitätsbelastung. Eine Auseinandersetzung mit den methodischen Grenzen solcher Vergleiche – Alters- und Geschlechtsstruktur, Mehrfachtatverdacht, Anzeigeverhalten, aufenthaltsrechtlich bedingte Straftatbestände – findet an keiner Stelle des Programms statt; die Zahlen werden durchweg unkommentiert als direkter Beleg verwendet.
Einordnung der Redaktion auf Basis der oben belegten Antworten — beschrieben wird das angestrebte Handeln der Parteien, keine Wirkungsprognose. Zur Methodik.
Beim Umgang mit Kriminalstatistiken nach Nationalität trennt die Parteien, ob sie den Tatverdächtigenanteil unkommentiert als Beleg anführen oder die methodischen Grenzen eines solchen Vergleichs (Alters-/Geschlechtsstruktur, Mehrfachtatverdacht, Anzeigeverhalten, aufenthaltsrechtlich bedingte Delikte) überhaupt aufgreifen. Die Programme von CDU, SPD und Linke enthalten zu diesem Vergleich keine Aussage; sie thematisieren weder den Tatverdächtigenanteil nach Nationalität noch dessen methodische Vergleichbarkeit mit dem Bevölkerungsanteil. Die Grünen führen mit einem neuen, ursachenanalytischen Sicherheitsbericht implizit einen Erklärungsbedarf jenseits roher PKS-Zahlen ein, ohne die Kontrollvariablen selbst zu benennen. Die AfD zitiert die Polizeiliche Kriminalstatistik mehrfach als unmittelbaren Beleg für eine „weit überproportionale" Beteiligung Nichtdeutscher an Gewalt- und Sexualdelikten und schließt daraus direkt auf eine „überwiegend importierte Kriminalität" — eine Auseinandersetzung mit den methodischen Grenzen dieses Vergleichs findet im Programm an keiner Stelle statt.
Muster der Positionen: Zu wenige Positionen für ein Muster
Ohne Aussage: CDU, SPD, Linke, AfDPunkte = Parteien in ihren Farben ( CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD); hohl = ohne Aussage; halb gefüllt = äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage.
Grundlage: »Die AfD stellt beide Werte direkt gegenüber (43 % zu 22,5 %) und weist methodische Einwände als „systematische Verschleierung“ zurück. Die Grünen erkennen mit einem neuen, ursachenanalytischen Sicherheitsbericht implizit einen Erklärungsbedarf jenseits roher PKS-Zahlen an, ohne die Kontrollvariablen (Alters-/Geschlechtsstruktur, Mehrfachtatverdacht, Anzeigeverhalten) selbst zu benennen.«
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