Einordnung der Redaktion auf Basis der oben belegten Antworten —
beschrieben wird das angestrebte Handeln der Parteien, keine Wirkungsprognose.
Zur Methodik.
Beim Gewässer- und Grundwasserschutz trennt die Parteien vor allem der Adressat der Instrumente: Die Linke richtet mit einer Anzeigepflicht für private und gewerbliche Wasserförderung sowie einem Entgelt für Oberflächenwasserentnahme neue Pflichten an Unternehmen und Brunnenbetreiber und bindet die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie an ein festes Jahr (2031). Die SPD macht mit dem grundstücksübergreifenden Regenwassermanagement ebenfalls ein Instrument rechtlich verbindlich, richtet die Pflicht aber an Grundstückseigentümer statt an Unternehmen oder Brunnenbetreiber. CDU, Grüne und AfD setzen dagegen auf Ausbauprogramme ohne neue Pflichten Dritter: die CDU auf ihr Programm »Blaue Perlen« und auf Brunnenanlagen gegen hohe Grundwasserstände, die Grünen auf die konsequente WRRL-Umsetzung samt Abkoppelung von der Mischwasserkanalisation, ergänzt um ein PFAS-Verbot als eigenes ordnungsrechtliches Instrument, die AfD auf eine vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen und den Umbau zur Trennkanalisation. Ein konkretes Qualitätsziel formulieren CDU und SPD gleichermaßen mit der angestrebten Badegewässerqualität (»Blaue Perlen« bzw. Baden in der Spree).
Muster der Positionen: Zwei Richtungen
Neue Pflichten für Wassernutzer
Ausbauprogramme ohne neue Pflichten
Die Linke richtet mit Anzeigepflicht und Entnahmeentgelt neue, weitreichende Pflichten an Wassernutzer, die SPD macht nur das Regenwassermanagement rechtlich verbindlich, während CDU, Grüne und AfD auf Ausbauprogramme ohne neue Pflichten setzen.Die Linke bindet die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie an ein festes Jahr (2031); CDU und SPD formulieren gleichermaßen ein Qualitätsziel über die angestrebte Badegewässerqualität.Reihenfolge nach Programmtext, keine Abstände.Punkte = Parteien in ihren Farben ( CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD); hohl = ohne Aussage; halb gefüllt = äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage.
Grundlage: »CDU, Grüne und AfD setzen dagegen auf Ausbauprogramme ohne neue Pflichten Dritter: die CDU auf ihr Programm »Blaue Perlen« und auf Brunnenanlagen gegen hohe Grundwasserstände, die Grünen auf die konsequente WRRL-Umsetzung samt Abkoppelung von der Mischwasserkanalisation, ergänzt um ein PFAS-Verbot als eigenes ordnungsrechtliches Instrument, die AfD auf eine vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen und den Umbau zur Trennkanalisation.«