Bei der Barrierefreiheit des öffentlichen Raums trennt die Parteien, ob Inklusion als durchgängiges Planungskriterium verankert wird oder bei einem Teilaspekt bleibt. Die Linke bindet Stadtentwicklung und Baupolitik an das Prinzip ›Design für alle‹ und verbindliche diskriminierungssensible Leitkriterien in der Bauplanung; die SPD gestaltet den öffentlichen Raum durchgängig barrierefrei, sicher und bedarfsgerecht und schafft dafür nach Wiener Vorbild eine eigene Leitstelle als institutionelle Verankerung. Die CDU und die AfD benennen dagegen jeweils nur punktuelle Wege-Bausteine — die CDU den schrittweisen Ausbau von Bordsteinabsenkungen an Querungen, die AfD die Vermeidung von Gehweg-Engstellen durch abgestellte Sharing-Fahrzeuge sowie eine Gehwegsanierungsinitiative —, ohne den Begriff Barrierefreiheit als übergreifendes Kriterium zu verwenden. Die Grünen äußern sich zum allgemeinen öffentlichen Raum nicht; ihr einziger vorliegender Beleg betrifft die ÖPNV-Barrierefreiheit.
Muster der Positionen: Gleiche Richtung
Gemeinsame Richtung: mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum — wie verbindlich legen sich die Programme fest?
Absichtserklärung
Festgelegt: Instrument, Zahl und Termin
Alle vier Parteien benennen ein Instrument – SPD und Linke verankern Barrierefreiheit als durchgängiges Planungskriterium, CDU und AfD nennen punktuelle Wege-Bausteine wie Bordsteinabsenkungen oder die Initiative „Gehweg 2030“ –, aber keine von ihnen eine Zahl oder einen bezifferten Termin.Ohne Aussage: GrüneSPD und Linke verankern Barrierefreiheit als durchgängiges Planungskriterium (SPD mit eigener Leitstelle nach Wiener Vorbild, Linke mit ›Design für alle‹ als Leitkriterien), während CDU und AfD nur punktuelle Wege-Bausteine benennen, ohne Barrierefreiheit als übergreifenden Begriff zu verwenden.Stufen: Absicht · Instrument benannt · Instrument + Zahl oder Termin · Instrument + Zahl und Termin. Verbindlich heißt: im Programm festgelegt.Punkte = Parteien in ihren Farben ( CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD); hohl = ohne Aussage; halb gefüllt = äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage.
Grundlage: »Bei der Barrierefreiheit des öffentlichen Raums trennt die Parteien, ob Inklusion als durchgängiges Planungskriterium verankert wird oder bei einem Teilaspekt bleibt.«