Einordnung der Redaktion auf Basis der oben belegten Antworten —
beschrieben wird das angestrebte Handeln der Parteien, keine Wirkungsprognose.
Zur Methodik.
Bei der Erklärung des Lehrkräftemangels liefern SPD, CDU und AfD keine Ursachenanalyse — ihre Programme benennen den Mangel als Faktum und gehen direkt zu Gegenmaßnahmen über, ohne demografische oder strukturelle Erklärungen wie die von der Kultusministerkonferenz benannte Pensionierungswelle zu thematisieren. Grüne und Linke berühren die Frage nur am Rand: Die Grünen werfen dem Senat vor, den Mangel „schönzurechnen“, ohne selbst Ursachen zu benennen; die Linke rahmt eine Ursache politisch als Folge von Senatsentscheidungen — konkret die Streichung von 470 Vollzeitstellen durch die Aussetzung des Profilbedarfs II und die erhöhte Lehrverpflichtung für Referendar*innen — statt demografisch-strukturell. Keine der fünf Parteien greift die demografische Erklärung der Bildungsforschung auf.
Muster der Positionen: Zu wenige Positionen für ein Muster
Ohne Aussage: CDU, SPD, Grüne, AfDNur die Linke ist teilweise positioniert und rahmt eine Ursache politisch als Folge von Senatsentscheidungen (Streichung von 470 Vollzeitstellen, erhöhte Lehrverpflichtung für Referendar*innen); die Grünen berühren die Frage nur am Rand ohne eigene Ursachenbenennung und gelten damit als ohne Aussage.Punkte = Parteien in ihren Farben ( CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD); hohl = ohne Aussage; halb gefüllt = äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage.
Grundlage: »Bei der Erklärung des Lehrkräftemangels liefern SPD, CDU und AfD keine Ursachenanalyse — ihre Programme benennen den Mangel als Faktum und gehen direkt zu Gegenmaßnahmen über, ohne demografische oder strukturelle Erklärungen wie die von der Kultusministerkonferenz benannte Pensionierungswelle zu thematisieren.«