Bei Kontrolle und Durchsetzung von Arbeitszeitstandards trennt die Parteien die Zahl und Reichweite der benannten Instrumente. Die Linke nennt das umfassendste Bündel: verstärkte LAGetSi-Kontrollen bei privaten Arbeitgebern, verpflichtende elektronische Arbeitszeiterfassung bei Vergabe im Baubereich, eigenständige Nachweisgesetz-Kontrollen mit Sanktionsanspruch sowie gezielte Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße bei Plattformarbeit. Die SPD benennt ein Instrument – eine gestärkte Arbeitsschutz-Aufsichtsbehörde mit Anordnungsbefugnis zur Durchsetzung der Arbeitszeitaufzeichnung. Die AfD beschränkt sich auf mehr Kontrollen und Sanktionen gegen Schwarzarbeit, ohne elektronische Zeiterfassung oder Nachweisgesetz-Kontrollen zu erwähnen. Die Programme von CDU und Grünen enthalten hierzu keine Aussage.
Muster der Positionen: Gleiche Richtung
Gemeinsame Richtung: verstärkte Kontrolle und Durchsetzung von Arbeitszeitregeln — wie verbindlich legen sich die Programme fest?
Absichtserklärung
Festgelegt: Instrument, Zahl und Termin
Alle drei Parteien nennen Kontrollinstrumente – die Linke ein ganzes Bündel, SPD und AfD je ein bis zwei Maßnahmen –, aber keine beziffert oder terminiert ihr Vorhaben.Ohne Aussage: CDU, GrüneUnterschied liegt in Zahl und Reichweite der Instrumente: Linke nennt das breiteste Bündel (LAGetSi-Kontrollen, elektronische Zeiterfassung, Nachweisgesetz-Kontrollen, Plattformarbeit), SPD ein Instrument (gestärkte Aufsichtsbehörde), AfD beschränkt sich auf Kontrollen/Sanktionen gegen Schwarzarbeit.Stufen: Absicht · Instrument benannt · Instrument + Zahl oder Termin · Instrument + Zahl und Termin. Verbindlich heißt: im Programm festgelegt.Punkte = Parteien in ihren Farben ( CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD); hohl = ohne Aussage; halb gefüllt = äußert sich zu einem anderen Aspekt der Frage.
Grundlage: »Bei Kontrolle und Durchsetzung von Arbeitszeitstandards trennt die Parteien die Zahl und Reichweite der benannten Instrumente.«